Stand: 12.05.2017 17:01 Uhr

Aktion: Naturfreunde zählen Gartenvögel

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Sperlinge gehören zu den häufigsten Gartenvögeln.

Ob im Garten, auf dem Balkon oder auf Bäumen und Wiesen mitten in der Großstadt: Auch in dicht besiedelten Gegenden leben zahlreiche Vögel. Aber sind ihre Bestände stabil oder gibt es Arten, die mehr Schutz benötigen? Um das herauszufinden, ruft der Naturschutzbund (NABU) bereits zum 13. Mal zur Zählaktion "Stunde der Gartenvögel" auf. Bis Sonntag, 14. Mai, sollen möglichst viele Naturfreunde die Vögel in ihrer Nachbarschaft beobachten und zählen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit rund 45.000 Menschen.

Heimische Vögel erkennen

Eine Stunde auf der Lauer

Online, telefonisch oder per Post

So können Sie Ihre Beobachtungen melden:
Online: auf der Website Stunde der Gartenvögel
Per Telefon: Am 13. und 14. Mai ist von 10 bis 18 Uhr eine kostenlose Rufnummer geschaltet: 0800-115 71 15.
Per Post: Die Zählformulare können bis 22. Mai geschickt werden an: NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin

Mitzumachen ist einfach: Eine Stunde lang im Garten, auf dem Balkon oder von einer Parkbank aus nach Vögeln Ausschau halten, die Beobachtungen notieren und anschließend dem NABU melden. Wichtig: Vögel nicht doppelt zählen. Fliegt etwa in einer Stunde fünfmal ein Spatz ins Blickfeld, zählt dies nur als ein Vogel. Lassen sich fünf Spatzen gleichzeitig sehen, wird eine Fünf eingetragen. Praktische Zählhilfen zum Ausdrucken und weitere Informationen hält der Naturschutzbund auf seinen Internetseiten bereit. Dort steht auch ein Vogelführer als Smartphone-App zum Herunterladen bereit.

Trends aufspüren und Tiere besser schützen

Mit der "Stunde der Gartenvögel" will der NABU herauszufinden, welche Vogelarten in Städten und Dörfern am häufigsten vorkommen. Aus den Ergebnissen leiten die Experten Trends zur Entwicklung der verschiedenen Populationen ab. Bei Bedarf können die Tiere besser geschützt werden, etwa mit der Schaffung geeigneter Lebensräume.

Weniger Vögel auf Feldern und Wiesen

Die Bundesregierung hatte jüngst mitgeteilt, dass die Bestände von typischen Feldvögeln in den vergangenen Jahrzehnten deutlich abgenommen haben. So sei die Zahl der Rebhühner von 1990 bis 2013 in Deutschland um 84 Prozent, die der Kiebitze um 80 Prozent gesunken. Außerdem gebe es 35 Prozent weniger Feldlärchen. Ursache ist nach Ansicht des NABU die "immer intensivere Landwirtschaft". Sie lasse den Vögeln in der Agrarlandschaft keinen ausreichenden Lebensraum mehr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 04.05.2017 | 16:00 Uhr

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