Stand: 06.04.2017 09:52 Uhr

Den Rasen richtig vertikutieren

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Beim Vertikutieren werden Rasenfilz und Moos entfernt.

Wer einen dichten und widerstandsfähigen Rasen haben möchte, sollte mindestens ein Mal pro Jahr zum Vertikutierer greifen. Das Vertikutieren ist spätestens dann notwendig, wenn sich Rasenfilz, also liegen gebliebenes Schnittgut und Moos, gebildet hat. Dies kann man anhand eines kleinen Tests herausfinden: einfach eine Metallharke ohne Druck durch den Rasen ziehen. Bleiben Mähreste und Moos in der Harke hängen, wird es Zeit, den Rasen von diesem Filz zu befreien. Rasenfilz behindert den Luftaustausch und die Wasser- und Düngerzufuhr der Graswurzeln. Als Folge verflachen diese und es können sich Krankheiten, Moos und Unkraut ausbreiten. Besonders anfällig sind schwere Böden, die zu Staunässe neigen, sowie schattige Bereiche.

Der richtige Zeitpunkt

Stauden © NDR Fotograf: Udo Tanske

Der Garten im April

NDR 90,3 - Der Garten -

Was ist im April im Garten zu tun? Experte Helge Masch gibt Tipps zu den Themen Dünger, Gehölze pflanzen, Rasen vertikutieren, Rosen schneiden und Stauden umpflanzen.

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Der beste Zeitpunkt fürs Vertikutieren ist das zeitige Frühjahr, prinzipiell ist die Maßnahme etwa von April bis September möglich. Wird der Rasen im Hochsommer intensiv genutzt, ist das Vertikutieren in diesem Zeitraum jedoch nicht zu empfehlen, weil er sich nur schlecht erholen kann. Zur Stärkung sollte der Rasen im Frühjahr zunächst einmal gedüngt werden. Anschließend wird er auf eine Länge von etwa vier Zentimetern gekürzt. Etwa zwei Wochen später, nach dem ersten Wachstum, wird der Rasen erneut gemäht, diesmal auf eine Länge von etwa drei Zentimetern. Ist die Fläche trocken, kann es mit dem Vertikutieren losgehen.

Vertikutierer darf die Grasnarbe nicht zu tief einritzen

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Es gibt elektrische, benzinbetriebene und Hand-Vertikutierer.

Alle Vertikutiergeräte sind mit scharfen Messern ausgestattet: darauf achten, dass die Messer leicht den Boden berühren, ihn aber nicht aufschlitzen. Zu tiefes Vertikutieren schädigt die Rasenwurzeln und verschleißt das Gerät enorm. Der Vertikutierer sollte so eingestellt werden, dass die Messer die Grasnarbe höchstens zwei bis drei Millimeter tief einritzen. Dann die Fläche einmal der Länge nach und anschließend nochmals quer bearbeiten. Möglichst nicht lange an einem Punkt verharren, sondern das Gerät gleichmäßig über den Rasen fahren. Anschließend den Rasenfilz entfernen, sofern der Vertikutierer keinen Auffangbeutel hat.

Auf die kahlen Stellen frische Rasensamen geben und die Fläche einige Zeit möglichst wenig betreten, damit der Rasen kräftig nachwachsen kann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Garten | 05.04.2017 | 20:00 Uhr

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