Stand: 17.06.2016 10:53 Uhr

Beete mulchen statt Unkraut zupfen

von Ralf Walter

In den Gärten herrscht im Frühsommer die schönste Zeit: Rosen, Hortensien, Dahlien und viele andere Blumen blühen, der Rasen ist sattgrün und es wachsen Tomaten, Gurken und zahlreiche weitere Gemüse- und Obstsorten. Aber der Garten macht auch Arbeit, besonders das Unkrautjäten in den Beeten ist für viele kein Spaß.

Welker Rasenschnitt und Rindenmulch helfen gegen Unkraut

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Ein wirksames Mittel gegen Unkraut ist Rindenmulch, der auf die Beete gebracht wird.

Um sich die anstrengende Tätigkeit zu ersparen, mulchen immer mehr Gartenbesitzer ihre Beete, das heißt sie bedecken sie mit einer Schicht aus Rindenmulch oder häckseln angefallenen Strauchschnitt und verteilen ihn. Geeignet zum Mulchen ist auch welker Rasenschnitt. Frischer Rasenschnitt sollte nicht verwendet werden, er enthält zu viel Wasser und könnte, wenn er in zu dicken Lagen ausgebracht wird, schimmeln.

Eine fingerdicke Schicht Mulch unterdrückt unerwünschte Pflanzen. Gemulchte Beete halten zudem die Feuchtigkeit besser im Boden, weil die Sonne nicht direkt auf den Boden scheinen kann und er so langsamer austrocknet. Erdbeerbeete werden mit Stroh gemulcht, damit die Früchte sauber und trocken bleiben. Das sind einige der Vorteile des Mulchens. 

Beim Mulchen ist Langzeitdünger unerlässlich

Leider denken viele Gartenbesitzer nicht daran, ihre Beete vor dem Mulchen zu düngen. Das Mulchmaterial wird im Laufe der Zeit von kleinen Bodenlebewesen zersetzt und dazu benötigen diese Mikroorganismen Stickstoff. Diesen Stickstoff entziehen sie dem Boden und er fehlt dann den Stauden und Gehölzen im Beet. Die Folge ist, dass sie nicht mehr richtig wachsen und oft gelbe Blätter bekommen. Daher sollte vor dem Mulchen unbedingt ein Langzeitdünger, etwa in Form von Hornspänen, ausgebracht werden.

Bei Rosen auf Mulch besser verzichten

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Rosenbeete nicht mulchen: Krankheitserreger aus abgefallenen, kranken Rosenblättern könnten in der Mulchschicht überwintern.

Bei Rosenbeeten sollte man auf das Mulchen verzichten. Rosen leiden manchmal an Pilzbefall wie Rosenrost oder Sternrußtau. Bei diesen Erkrankungen ist es wichtig, Blätter, die auf den Boden gefallen sind, aufzusammeln und im Hausmüll zu entsorgen. Ist aber eine dicke Mulchschicht auf dem Rosenbeet ausgebracht worden, ist es ausgesprochen schwierig, die kranken Blätter aus dem Mulchmaterial herauszusuchen. Dann überwintern die Krankheitserreger im Beet und im nächsten Jahr gibt es mit aller Wahrscheinlichkeit erneut Probleme mit Pilzerkrankungen.  

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 11.06.2016 | 06:50 Uhr

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