Stand: 04.12.2015 15:41 Uhr

Barbarazweige für Weihnachten schneiden

von Ralf Walter
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Zur Weihnachtszeit blühen die sogenannten Barbarazweige, wenn sie rechtzeitig geschnitten werden.

Anfang Dezember ist genau die richtige Zeit, um die sogenannten Barbarazweige zu schneiden. Zweige von Kirschbäumen, Apfelbäumen, Pflaumenbäumen, aber auch von Forsythien oder Mandelbäumchen blühen genau an den Weihnachtstagen, wenn sie in diesen Tagen geschnitten und in der Wohnung in eine mit warmem Wasser gefüllte Vase gestellt werden. Auch Ziersträucher wie Duftender Schneeball, Echter Jasmin oder Zaubernuss, die ohnehin bald blühen, benötigen nur kurze Zeit bis zum Öffnen der Blütenknospen.

Die Zweige sollten möglichst viele Knospen haben und mit einer scharfen Schere sauber abgetrennt werden. In der eher tristen und dunklen Jahreszeit sind die blühenden Zweige pünktlich zum Weihnachtsfest tolle Hingucker. Damit es auch tatsächlich gut klappt, sollten die Zweige unten schräg angeschnitten werden.

Zweige benötigen Kältereiz

Damit die Blütenknospen aufbrechen können, benötigen sie einen intensiven Kältereiz, der in der Natur das vorzeitige Blühen verhindern soll. Wenn es bis zum Abschneiden der Zweige keinen Frost gegeben hat, hilft ein kleiner Trick, damit die Zweige ihre Blüten öffnen. Diese einfach für 12 bis 14 Stunden in die Tiefkühtruhe legen. Anschließend kommen die Zweige über Nacht in lauwarmes Wasser. Erst dann werden sie in eine Vase mit frischem Wasser gestellt. Das Blumenwasser alle drei bis vier Tage wechseln.

Die Geschichte der heiligen Barbara: Kirschblüten zur Hinrichtung

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Die heilige Barbara soll in einem Kerker einen Kirschzweig mit Wasser versorgt und zum Blühen gebracht haben.

Hinter den Barbarazweigen verbirgt sich eine alte Geschichte: Die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute, Schmiede und Maurer. Am 4. Dezember ist ihr Namenstag. Der Sage nach soll Barbara von Nikomedien vor etwa 1.700 Jahren in Kleinasien gelebt haben. Heute befindet sich in dieser Region die türkische Stadt Izmit. Der Vater von Barbara von Nikomedien soll ein reicher Kaufmann gewesen sein. Er konnte seiner Tochter den Übertritt zum Christentum nicht verzeihen. Sie wurde angeklagt. Ein kleiner Kirschzweig blieb in ihrem Kleid hängen, als sie in den Kerker geführt wurde. Diesen Zweig versorgte sie im Kerker mit dem Wasser aus ihrer Trinkschale. Der Sage nach blühte dieser Kirschzweig genau an dem Tag, an dem Barbara von Nikomedien hingerichtet wurde. Deshalb werden diese Zweige Barbarazweige genannt.  

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 01.12.2012 | 07:20 Uhr

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