Stand: 26.03.2017 06:26 Uhr

Die Sommerzeit hat begonnen

Bild vergrößern
In der Nacht der Zeitumstellung entfällt die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr.

Der Sommer ist zurück - wenn auch zunächst nur auf der Uhr. In der Nacht zum Sonntag wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt - von 2 Uhr auf 3 Uhr. Damit gilt wieder die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Die Folgen: Morgens bleibt es länger dunkel, abends länger hell. Der Wechsel zur Sommerzeit erfolgt jedes Jahr gleichzeitig in allen EU-Staaten und in den meisten europäischen Nachbarstaaten.

Macht die Sommerzeit krank?

Quiz
Quiz

Sind Sie fit für die Sommerzeit?

Die einen schwärmen von langen Abenden bei Tageslicht, andere fühlen sich bei jeder Zeitumstellung unwohl. Können Sie Sommerzeit? Testen Sie es in unserem Quiz! Quiz

Seit der Einführung wird über Sinn und Unsinn des Zeitsprungs diskutiert. Einer aktuellen Umfrage der Krankenkasse DAK zufolge halten 74 Prozent der Deutschen die Zeitumstellung für überflüssig und würden sie gern abschaffen. Im Norden lag der Wert mit 79 Prozent über dem Durchschnitt. 77 Prozent der Befragten erklärten, dass sie sich zum Beginn der Sommerzeit schon mal schlapp und müde gefühlt hätten, 64 Prozent schlafen schlecht ein oder nicht mehr durch. Vier Prozent der Bundesbürger greifen daher zu Schlafmitteln. Gereizter als sonst fühlen sich 29 Prozent der Menschen, jeder Zehnte erkannte bei sich depressive Verstimmungen.

Experten raten Menschen, die Probleme mit der Umstellung haben, die Schlafzeit über mehrere Tage verteilt zu verschieben - also bereits vor dem Zeitsprung täglich etwa zehn Minuten früher aufzustehen.

Die Bahn gerät aus dem Takt

Auch für die Deutsche Bahn bedeutet die Umstellung eine Herausforderung. Zwar sind nachts nur wenige Personenzüge unterwegs, die fehlende Stunde bringt deren Fahrplan aber durcheinander. Die Bahn versucht, planmäßige Stopps der Nachtzüge so zu verkürzen, dass sie am Morgen pünktlich ankommen. Wenn das nicht möglich ist, bleibt es bei der Verspätung von bis zu einer Stunde und entsprechenden Problemen bei Anschlusszügen. Güterzüge schickt die Bahn in dieser Nacht möglichst eine Stunde früher auf die Reise.

Weitere Informationen

Zeitumstellung kann wie Mini-Jetlag wirken

23 Prozent der Deutschen klagen nach der Zeitumstellung über gesundheitliche Probleme. mehr

Sprung zurück im Oktober

Die Zeitumstellung erfolgt immer am letzten Sonntag der Monate März und Oktober. 2017 endet die Sommerzeit am 29. Oktober. Das zentrale Kommando für alle Funkuhren kommt von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Bereits seit 1980 werden die Uhren im Frühjahr von der Mitteleuropäischen Zeit auf Sommerzeit umgestellt. Sie wurde ursprünglich eingeführt, um Energie zu sparen, da es abends länger hell bleibt. Laut Umweltbundesamt hat sich diese Erwartung allerdings nicht erfüllt: Zwar schalten die Menschen abends seltener das Licht an, dafür heizen sie aber im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr. Das gleiche sich in der Summe aus.

Erste Versuche, an der Zeit zu drehen, gab es bereits vor 100 Jahren: 1916, während des Ersten Weltkrieges, führte das Deutsche Reich als erstes Land weltweit eine Sommerzeit ein. Mit dem Ende des Krieges 1918 endete das Projekt wieder.

Weitere Informationen

Das Schaltjahr hält den Kalender im Takt

Alle vier Jahre zeigt der Kalender den 29. Februar an - wie in diesem Jahr. Statt 365 hat es 366 Tage. Warum benötigen wir solche Schaltjahre und welche Ausnahmen gibt es? mehr

So spart man jede Menge Zeit

N-JOY

Durch die Umstellung auf die Sommerzeit ist der Tag eine Stunde kürzer. Wir erklären, wie man ganz leicht ein bisschen Zeit einsparen kann - auch an normalen Tagen. mehr

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Kuhlage und Hardeland - Die N-JOY Morningshow | 24.03.2017 | 08:43 Uhr

Mehr Ratgeber

03:33 min

Quiche mit Gemüse und Wildkräutersalat

20.07.2017 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
03:36 min
06:30 min

Erfolgsgetreide: Hafer ist gefragter denn je

19.07.2017 19:30 Uhr
Nordmagazin