Stand: 27.03.2016 03:05 Uhr

Auf der Uhr hat der Sommer begonnen

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In der Nacht der Zeitumstellung entfällt die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr.

Der Sommer ist zurück - wenn auch zunächst nur auf der Uhr. In der Nacht zu Sonntag sind die Uhren um 2 Uhr um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt worden. Damit gilt wieder die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Die Folgen: Morgens bleibt es länger dunkel, abends länger hell. Der Wechsel zur Sommerzeit erfolgt jedes Jahr gleichzeitig in allen EU-Staaten und in den meisten europäischen Nachbarstaaten. Das zentrale Kommando für alle Funkuhren kommt von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

Umfrage auf der Straße

Brauchen wir die Zeitumstellung noch?

Nordmagazin -

Eigentlich macht die Zeitumstellung nur Umstände, meinen viele. Aber irgendwas muss sie doch bringen? Wir haben nachgeforscht.

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Macht die Sommerzeit krank?

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Seit der Einführung wird über Sinn und Unsinn des Zeitsprungs diskutiert. Einer aktuellen Umfrage der Krankenkasse DAK zufolge halten 74 Prozent der Deutschen die Zeitumstellung für überflüssig. Das sind fünf Prozent mehr als bei einer ähnlichen Umfrage vor drei Jahren. Rund zwei Drittel gaben an, nach der Zeitumstellung gelegentlich mit Schlafstörungen und Müdigkeit zu kämpfen. Laut DAK-Statistik steige zudem nach der Umstellung die Zahl der Herzinfarkte.

Experten raten Menschen, die Probleme mit der Umstellung haben, die Schlafzeit über mehrere Tage verteilt zu verschieben - also bereits vor dem Zeitsprung täglich etwa zehn Minuten früher aufzustehen.

Die Bahn gerät aus dem Takt

Auch für die Deutsche Bahn bedeutet die Umstellung eine Herausforderung. Zwar sind nachts nur wenige Personenzüge unterwegs, die fehlende Stunde bringt deren Fahrplan aber durcheinander. Die Bahn versucht, regelmäßige Stopps der Nachtzüge so zu verkürzen, dass sie am Morgen pünktlich ankommen. Wenn das nicht möglich ist, bleibt es bei der Verspätung von bis zu einer Stunde und entsprechenden Problemen bei Anschlusszügen. Güterzüge schickt die Bahn in dieser Nacht möglichst eine Stunde früher auf die Reise.

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Sprung zurück im Oktober

Die Zeitumstellung erfolgt immer am letzten Sonntag der Monate März und Oktober. 2016 endet die Sommerzeit am 30. Oktober. Bereits seit 1980 werden die Uhren im Frühjahr von der Mitteleuropäischen Zeit auf Sommerzeit umgestellt. Sie wurde ursprünglich eingeführt, um Energie zu sparen, weil es abends länger hell ist. Laut Umweltbundesamt hat sich diese Erwartung allerdings nicht erfüllt: Zwar schalten die Menschen abends seltener das Licht an, dafür heizen sie aber im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr. Das gleiche sich in der Summe aus.

Erste Versuche an der Zeit zu drehen, gab es bereits vor 100 Jahren: 1916, während des Ersten Weltkrieges, führte das Deutsche Reich als erstes Land weltweit eine Sommerzeit ein. Mit dem Ende des Krieges 1918 endete das Projekt wieder.

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