Standort mit Tradition - Der NDR in der Schlossgartenallee

NDR Landesfunkhaus Schwerin © NDR Detailansicht des Bildes Luftaufnahme des Landesfunkhauses Schwerin Auf 850 Jahre Geschichte wie die Landeshauptstadt kann der NDR in Schwerin noch nicht zurückblicken. Aber die Adresse Schlossgartenallee 61 im Schweriner Stadtteil Ostorf hat auch schon eine lange Tradition.  Schon seit sechs Jahrzehnten wird hier Rundfunkgeschichte geschrieben. Hier war der erste Landessender zuhause, inzwischen steht hier das moderne Landesfunkhaus des NDR.

NDR Landesfunkhaus in Schwerin.  Detailansicht des Bildes Startschuss für das Radio aus Schwerin

1927 richtet die Norddeutsche Rundfunk AG (NORAG) eine "Besprechungsstelle" im Schweriner Schloss ein, die allerdings nach wenigen Monaten wieder geschlossen wurde. Regelmäßige Radiosendungen gab es schließlich ab dem 24. Dezember 1945, als der Sender Schwerin in der Mecklenburgstraße seinen Betrieb aufnahm. Der sogenannte "Pfaffenteichsender" in einem provisorischen Studio in den Räumen der Oberpostdirektion war in einem Umkreis von 20 Kilometern zu hören. Kein Jahr später, ab dem 11. August 1946, diente in Schwerin ein umgebautes Wohnhaus in der Schillerstraße 4 bis 6 als erstes Funkhaus.

Der Umzug in die Schlossgartenallee

Als am 28. Oktober 1949 der Sender Schwerin sein Domizil auf dem ehemals als Gauschule genutzten Gelände in der Schlossgartenalle bezog, war damit auch der Grundstein für den späteren Mittelpunkt des Sendegeschehens in Mecklenburg-Vorpommern gelegt worden.

Villa vor dem NDR Landesfunkhaus in Schwerin.  Detailansicht des Bildes Die erste Erweiterung gab es bereits am 30. Oktober 1950, als  aus dem Gelände der große Sendesaal seiner Bestimmung übergeben wurde, die umgebaute Reit- und Sporthalle der Gauschule, die später auch als Konzertstätte diente und natürlich für vielfältige Rundfunkaufnahmen. So wurden in der Wendezeit 1989/90 von hier aus die Diskussionen am "Runden Tisch" der Stadt und des Bezirkes Schwerin live im Radio übertragen. Von den historischen Gebäuden erinnert heute nur noch die Villa mit Büroräumen an die Vergangenheit des Standortes.

Der NDR wird ein Vier-Länder-Sender

Seit dem 1. Januar 1992 gibt es das NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in der Schlossgartenallee. Damals wurde Mecklenburg-Vorpommern Mitglied des NDR, der damit ein Vier-Länder-Sender wurde. Der Norddeutsche Rundfunk ging mit allen NDR Programmen in Mecklenburg-Vorpommern auf Sendung. Die bisherigen Landessender RMV und LMV gingen in den NDR Programmen auf, die seit diesem Zeitpunkt in ganz Mecklenburg-Vorpommern zu hören sind. NDR 1 Radio MV als Landesprogramm für Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich zu einem der erfolgreichsten Hörfunkprogramme Deutschlands. Täglich schalten mehr als eine halbe Million Menschen NDR 1 Radio MV ein. Auch das Nordmagazin im NDR Fernsehen steht seit Jahren auf der Beliebtheitsskala deutschlandweit ganz oben. 

Funkhaus Schwerin © NDR Detailansicht des Bildes Das moderne NDR Landesfunkhaus

Mit Beginn des NDR-Sendebetriebes in Schwerin wurde ein wichtiges Vorhaben in Angriff genommen: Der Bau des neuen NDR Landesfunkhauses in der Schlossgartenallee und die Übernahme der technischen Vorreiterrolle im NDR. 1997 begann in dem neuen Haus in Schwerin der digitale Hörfunk-Sendebetrieb und mit der vollständigen Inbetriebnahme 1998  fand auch das Fernsehen mit dem Nordmagazin als beliebtestes Regionalmagazin deutschlandweit seinen Sitz in der Schlossgartenallee.

Die Chance des Neuanfangs wurde auch in der modernen Architektur des Gebäudes und in seiner digitalen und technischen Ausstattung genutzt. Die Leitbegriffe für den Neubau und die innere Organisation - "Transparenz, Offenheit und Kommunikation" - dienten inzwischen auch als Vorbild für viele andere Neubauten, so beim MDR in Leipzig, bei ARTE in Straßburg oder beim NDR in Hamburg. Das Foyer dient regelmäßig als öffentliche Veranstaltungsfläche für Sendungen und Lesungen, aber auch  für exklusive Funkhauskonzerte zum Beispiel mit Stars wie Peter Maffay, den Puhdys, den  Prinzen oder Heinz Rudolf Kunze.

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Frau mit Kugelpanorama des Funkhauses in Schwerin (Montage) © fotolia.com Fotograf: sellingpix
 

Das virtuelle Funkhaus

Beim virtuellen Rundgang durch das Landesfunkhaus MV können Sie vom heimischen Sofa aus ins Nordmagazinstudio schauen oder über die Sendefläche von NDR 1 Radio MV schlendern. mehr

Fernsehen aus Schwerin

Für das NDR Fernsehen werden im Schweriner Funkhaus neben dem Nordmagazin und Land und Leute auch weitere erfolgreiche Sendungen produziert wie zum Beispiel der Hanseblick, Entdeckerlust, Nordreportagen oder NaturNah. Hinzu kommen Sondersendungen über die BUGA oder auch das Schweriner Stadtjubiläum.  

Eigene NDR Studios in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg sorgen für die umfangreiche und kompetente Berichterstattung aus den Regionen im Hörfunk und Fernsehen für die gesamte ARD.

Ein ausgezeichnetes Programm

Zahlreiche Auszeichnungen für die Mitarbeiter sprechen für die journalistische Qualität. "Radio Pomerania", die deutsch-polnische Radiosendung, und das Geschichtsprojekt "Erinnerungen für die Zukunft" sind ebenfalls preisgekrönt. Ob beim Denkmalschutz "Wege zur Backsteingotik", der Kulturförderung von den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern bis zu den MeckProms des Schweriner Staatstheaters sowie bei der langjährigen Unterstützung des Filmkunstfestes – der NDR ist aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben des Landes und der Stadt Schwerin nicht mehr wegzudenken.

NDR Logo
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Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern

Schloßgartenallee 61
19061 Schwerin
Tel.: (0385) 59 59 - 0
Fax: (0385) 59 59 - 514

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Das Zuschauertelefon © NDR Fotograf: Christian Wütschner
 

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