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Geocaching - die elektronische Schatzsuche

von Thomas Naedler

Zwei Geocacher in Aktion. © picture-alliance/ dpa Fotograf: Marijan Murat Detailansicht des Bildes Geocaching kann am einfachsten als elektronische Schatzsuche, oder auch Schnitzeljagd erklärt werden. Dabei gehen die Spieler wie folgt vor:

Das Verstecken

Jemand nimmt eine wasserdichte Box, legt ein paar Kleinigkeiten und ein Logbuch hinein und versteckt diese Box an einem Ort. Am Versteck werden mit einem GPS-Empfänger die Koordinaten aufgenommen. Diese Koordinaten werden mit einer Beschreibung des Ortes und der Box im Internet veröffentlicht.

Das Suchen

Wer einen Geocache suchen möchte, holt sich die Beschreibung und die Koordinaten aus dem Internet, gibt die Koordinaten in seinen GPS-Empfänger ein und geht auf die Suche. Ist der Geocache gefunden, dann trägt sich der Finder ins Logbuch ein. Wer mag, kann auch noch Gegenstände tauschen. Dabei gilt die Regel: "Nimm etwas heraus und lege etwas Gleichwertiges hinein". Ganz wichtig: Der Geocache muss dann wieder genau so versteckt werden, wie er vorgefunden wurde, damit die nächsten Sucher die gleichen Bedingungen vorfinden.

Ganz geheim

Geocaching ist zwar sehr populär, findet aber weitgehend im Verborgenen statt. Das liegt daran, dass die Menschen, die das Spiel nicht kennen, schnell dazu neigen, die Geocaches mit nach Hause zu nehmen oder zu plündern. Nicht aus bösem Willen - sie kennen das Spiel ja nicht und wissen es nicht besser. Deshalb werden die Geocaches so versteckt, dass sie nicht zufällig gefunden werden können. Und die Geocacher achten beim Suchen darauf, nicht entdeckt zu werden. Menschen, die das Spiel nicht kennen, werden "Muggels" genannt - so wie in der Romanserie "Harry Potter" die Menschen, die vom Zaubern nichts verstehen.

GPS-Handgerät mit Wegweiser im Display © NDR / Sven Glagow Fotograf: Sven Glagow Detailansicht des Bildes Was brauche ich fürs Geocaching?

Zuallererst brauchen Sie natürlich einen Internetzugang, um Geocaches in ihrer Nähe herauszufinden. Dann benötigen Sie noch ein GPS-Empfänger. Viele Handys haben diese GPS-Empfänger bereits eingebaut. Wenn Sie aber Spaß an der Sache finden, dann sollten Sie darüber nachdenken, ein entsprechendes Gerät zu kaufen. Hier liegen die Preise zwischen 80 und 500 Euro. Hilfe und Beratung finden Sie im Fachhandel, oder in unzähligen Foren und Blogs im Internet.

GPS-Satelliten weisen den Weg

Grundlage des Geocaching ist das GPS (Global Positioning System), das Satelliten-System also, das für die Navigation auf der Straße schon länger Anwendung findet. Da dieses System eine Lokalisierung auf wenige Meter genau zulässt, ist GPS auch perfekt für die Nutzung in der freien Natur tauglich. Ein GPS-Empfänger kann die Position auf wenige Meter genau bestimmen. Dafür nutzt der Empfänger Signale, die von Satelliten, die unsere Erde umkreisen, ausgesendet werden.

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/radiomv/programm/sendungen/kulturjournal/geocaching106.html
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