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Der eisbrechende Tanker kann offenbar wie geplant im Herbst kommenden Jahres ausgeliefert werden. (Archivfoto)
Die Finanzierung für Bau eines eisbrechenden Tankers bei Nordic Yards ist gesichert. Bund und Land stimmten am Freitag einer Bürgschaft in Höhe von 50 Millionen Euro zu, wie Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) mitteilte. Danach könne das Schiff für den russischen Bergbaukonzern Norilsk Nickel wie geplant Ende September 2011 ausgeliefert werden.
Sellering sprach in diesem Zusammenhang von einer guten Entwicklung für den Schiffbau im Nordosten. Für die Werften in Wismar und Rostock werde es damit hoffentlich leichter, weitere Aufträge zu bekommen und zu finanzieren. Die Landesregierung hatte Nordic Yards bereits im Vorfeld ein Darlehen von bis zu 20 Millionen Euro für die Gesamtfinanzierung des Tankerneubaus zugesagt. Nordic-Eigner Witali Jussufow selbst hatte für 40 Millionen Euro gebürgt. Der russische Bergbaukonzern hatte den Tanker im Februar dieses Jahres für rund 100 Millionen Euro bestellt.
Bei Nordic Yards arbeiten derzeit noch rund 700 Mitarbeiter an dem neuen Tanker und an einer RoPax-Fähre für die Stena Line. Seit August vergangenen Jahres waren gut 2.300 Schiffbauer der ehemaligen Wadan-Werften in Rostock und Wismar in einer Transfergesellschaft beschäftigt. Bei 1.300 von ihnen laufen am kommenden Montag die Verträge aus. Erst am Mittwoch unterbreiteten Zeitarbeitsfirmen den Betroffenen auf einer Jobbörse neue Arbeitsangbote.