Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Fischstäbchen ohne Fisch, Bananenschokolade ohne Banane, Zuckersirup statt Honig - manche Lebensmittel sind Schummelpackungen. Der Verbraucher muss genau auf die kleingedruckte Zutatenliste schauen. Mit dem Internetportal lebensmittelklarheit.de von der Verbraucherzentrale soll das anders werden. Am Mittwochvormittag ist die Seite online gegangen, war aber offenbar wegen Überlastung zunächst schlecht zu erreichen.
Auf dem Portal bekommt der Verbraucher Informationen zur Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln. So sollen Mogelpackungen entlarvt werden. Der Verbraucher kann mitwirken, indem er irreführende Produktbeschreibungen auf der Seite meldet. Die Verbraucherzentrale leitet diese Information dann an den Hersteller oder Händler weiter, damit dieser zu den Vorwürfen Stellung beziehen kann.
Die Hersteller und Händler sehen sich durch das neue Portal unter Generalverdacht gestellt. Die Unternehmen stünden in engem Kontakt zu ihren Kunden und böten ihnen "eine breite Palette an Informationen", so der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL). Die "Brandmarkung" einzelner Produkte im Internet habe "mit sachlicher Verbraucheraufklärung nichts zu tun".
Der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, bleibt angesichts der Kritik gelassen. "Ich lade jeden ein, dagegen zu klagen", sagte der Verbraucherschützer. Es habe bis heute noch keinen einzigen Fall gegeben, bei dem eine Firma durch öffentliche Benennung von Missständen in ihrer Existenz bedroht war. Dagegen würden viele der Hersteller schon jetzt das Portal als Anregung nehmen.