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Im Abschluss glücklos: Hansa-Angreifer Radovan Vujanovic (r.).
Der FC Hansa Rostock hat am zweiten Spieltag der Dritten Liga den zweiten dreifachen Punktgewinn gefeiert. Die Mecklenburger setzten sich am Sonntagnachmittag bei Rot-Weiß Erfurt verdient mit 1:0 (0:0) durch. Michael Wiemann traf in der 82. Minute per Handelfmeter zum Sieg. Die beiden ehemaligen DDR-Oberligisten gingen das Prestigeduell verhalten an. Im ersten Abschnitt blieben Torraumszenen Mangelware. Das lag zum einen daran, dass sich die Erfurter Abwehr im Vergleich zur 1:3-Auftaktpleite beim VfB Stuttgart II wesentlich stabiler präsentierte. Auf der anderen Seite hingen die beiden Hansa-Angreifer Enrico Neitzel und Radovan Vujanovic häufig in der Luft. Die Gäste agierten nicht so schnörkellos wie noch beim 3:0-Sieg in der Vorwoche gegen den VfR Aalen. Mehr als zwei kleine Möglichkeiten sprangen für das Team von Trainer Peter Vollmann im ersten Abschnitt nicht heraus. Zunächst verzog Mohammed Lartey knapp (10.), dann prüfte Robert Müller RWE-Schlussmann Dirk Orlishausen (31.). Die Hausherren besaßen ihre einzige nennenswerte Chance durch Fabian Stenzel. Der Schuss der 23 Jahre alten Mittelfeldakteurs strich knapp am Rostocker Gehäuse vorbei (5.). Mehr Höhepunkte hatte das Spiel auf mäßigem Niveau in den ersten 45 Minuten nicht zu bieten.
Rostocks Kevin Pannewitz (r.) vollrichtete im Mittelfeld wertvolle Arbeit.
Nach dem Seitenweichsel drängte Hansa zunächst energischer auf die Führung und brachte die bis dahin sattelfeste Thüringer Defensive in Schwierigkeiten. In Keeper Orlishausen hatte Erfurt aber ein Meister seines Fachs zwischen den Pfosten stehen. Der 27-Jährige entschärfte die Möglichkeiten von Tobias Jänicke (54.) und Wiemann (55.) bravourös und nahm der Vollmann-Elf damit ein wenig den Wind aus den Segeln. Denn anschließend konnte der Zweitliga-Absteiger den Druck zunächst nicht aufrechterhalten und passte sich dem schwachen Niveau der Rot-Weißen wieder an. In der Schlussphase sorgten viele Fouls dafür, dass der Spielfluss etwas verloren ging. Dennoch blieb Hansa das bessere Team und besaß durch Peter Schyrba eine ausgezeichnete Möglichkeit. Der Neuzugang von Holstein Kiel traf aber nur die Latte (76.). Vieles deutete bereits auf ein torloses Remis hin, als RWE-Verteidiger Martin Pohl der Ball im eigenen 16-Meter-Raum an die Hand sprang. Den fälligen Strafstoß verwandelte Wiemann zum entscheidenden 1:0. Kurz darauf versäumten es der eingewechselte Marcel Schied sowie Lartey, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben (87.). Beide fanden ihren Meister in Torhüter Orlishausen, dem an diesem Tag besten Spieler auf dem Platz.
Rot-Weiß Erfurt - Hansa Rostock 0:1 (0:0)
Tor: Wiemann (82., Handelfmeter)
Zuschauer: 12.509