Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
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Seenotkreuzer holten im vergangenen Jahr 490 erkrankte oder verletzte Menschen von Schiffen. (Archivfoto)
Zurzeit werden die meisten ihrer Schiffe vom Eis ausgebremst, aber für gewöhnlich sind die Seenothelfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sehr aktiv. Im Jahr 2009 retteten sie 1.095 Menschen aus Seenot. Wie die DGzRS am Montag in Bremen mitteilte, starteten die Crews zu insgesamt 2.138 Einsätzen in Nord- und Ostsee. Damit erhöhte sich die Zahl der Einsätze um 36 im Vergleich zu 2008. Die Zahl der aus Seenot geretteten und aus Gefahr befreiten Personen ging jedoch um zehn zurück. Die 61 Seenotkreuzer und Rettungsboote bargen 2009 zudem 490 Erkrankte oder Verletzte von Schiffen in Nord- und Ostsee oder transportierten sie von Inseln zum Festland.
Die DGzRS bewahrte im vergangenen Jahr zudem 65 Schiffe und Boote vor dem Sinken. Dazu kamen 941 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art. Alleine die 20 Seenotkreuzer legten dazu im vergangenen Jahr eine Strecke von 73.955 Seemeilen (rund 137.000 Kilometer) zurück. Starke Sturmwinde verursachten im Jahr 2009 ein leicht erhöhtes Einsatzaufkommen zwischen Mai und Oktober.
Zurzeit lägen die meisten der Seenotrettungsboote im Eis fest, sagte DGzRS-Sprecher Andreas Lubkowitz. Besonders betroffen seien die Einsatzkräfte in der Ostsee. Vor allem in den vorpommerschen Boddengewässern und Haffs, aber auch bei Laboe vor Kiel und in Neustadt könnten die Besatzungen mit den sechs bis zehn Meter langen Booten nicht mehr auslaufen. Dagegen seien alle 20 Seenotkreuzer einsatzbereit. Der Ausfall der Boote sei insgesamt nicht dramatisch, sagte Lubkowitz. Die Schifffahrt sei derzeit ohnehin weitgehend zum Erliegen gekommen.
Fernsehkoch Tim Mälzer sprang in die eiskalte Elbe.
Traditionell werden jedes Jahr Prominente zu "Bootschaftern" der Seenotretter ernannt. Zu Jahresbeginn übernahm der Hamburger TV-Koch Tim Mälzer das Amt des Botschafters der DGzRS. Er tritt die Nachfolge von NDR Moderatorin Bettina Tietjen an.
Während der Pressekonferenz sprang Mälzer in einem Überlebensanzug von Bord des DGzRS-Flaggschiffs "Hermann Marwede" ins Wasser und wurde von der Besatzung aus der nur 0,6 Grad warmen Elbe vor Cuxhaven gefischt.