NDR Kultur - Das Hörspiel: SeuchenFieber

Zum 50. Todestag Camus' Die Pest

Die Seuche fordert nun immer mehr Opfer, sie macht auch vor der Familie des strengen Haftrichters Othan keinen Halt. Sein Kind stirbt unter grauenvollen Qualen. Der Jesuitenpater Paneloux hält die Seuche für ein strafendes Gottesgericht, um die Menschen für ihre Gottlosigkeit zu strafen. Dr. Rieux, der bis zur Erschöpfung arbeitet und aus eigener Initiative Sanitätsmannschaften aufstellt, weigert sich jedoch, eine Schöpfung anzuerkennen, in der Kinder gemartert werden. Der Journalist Rambert, der eigentlich um der Liebe willen aus der Stadt fliehen will, wird neben Tarrou, der ein letztes Opfer der Pest wird, zu seinem wichtigsten Helfer. Wie durch ein Wunder verschwindet die Epidemie allmählich. Die Menschen feiern ihren Sieg. Doch Dr. Rieux weiß, dass der Bazillus Geduld hat. Es wird der Tag kommen, an dem er die Ratten erneut zum Sterben in eine glückliche Stadt schicken wird.

Mit Götz Schubert, Jürgen Tarrach, Felix Goeser, Wolf-Dietrich Sprenger, Horst Mendroch, Horst Bollmann u. a.

Albert Camus, 1913 in Mondovi/Algerien geboren, studierte Philosophie. 1934 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei. 1940 zog er nach Paris, arbeitete als Journalist und schloss sich der Resistance-Gruppe "Combat" an. 1942 erschien sein erster Roman. 1957 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Zu seinem umfangreichen Werk gehören Essays, Romane, Erzählungen sowie Theaterstücke. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall.

(Mittwoch, 20. Januar, 20.00 - 20.55 Uhr, NDR Kultur)

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