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Das NDR Sinfonieorchester in der Laeiszhalle
Das NDR Sinfonieorchester, zukünftiges Orchestra in Residence der Elbphilharmonie, wurde 1945 gegründet. Über ein Vierteljahrhundert lang prägte Hans Schmidt-Isserstedt, der erste Chefdirigent, das künstlerische Profil des Orchesters. Das Ensemble wurde rasch über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. Bereits 1949 unternahm es eine Deutschland-Tournee; im Jahr darauf folgte eine auch politisch wichtige erste Auslandsreise nach Paris. Weitere wichtige Konzertreisen brachten dem NDR Sinfonieorchester als einem der ersten deutschen Rundfunkorchester große internationale Anerkennung. Während der Ära Schmidt-Isserstedt waren Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler, Hans Knappertsbusch, Erich Kleiber, Otto Klemperer, Ferenc Fricsay und Karl Böhm am Pult des NDR Sinfonieorchesters zu Gast.
Neben der Pflege des klassisch-romantischen Repertoires lag ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit stets auch auf der Präsentation zeitgenössischer Werke. Dirigenten wie Bruno Maderna, Hans Rosbaud, Pierre Boulez, Michael Gielen und Krzysztof Penderecki, dem Orchester ab 1988 langjährig als ständiger Gastdirigent verbunden, leiteten wichtige Uraufführungen in Hamburg.
Günter Wand war von 1982 bis 1991 Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters.
Nach den Chefdirigenten der siebziger Jahre, Moshe Atzmon und Klaus Tennstedt, erreichte die 20-jährige intensive Zusammenarbeit des Orchesters mit Günter Wand eine ähnliche Bedeutung wie die Ära Schmidt-Isserstedt. Wand, seit 1982 Chefdirigent und 1987 schon zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit ernannt, hat bis zu seinem Tode im Jahre 2002 die künstlerische Arbeit des NDR Sinfonieorchesters geprägt, die ihren Höhepunkt in weltweit beachteten gemeinsamen Bruckner-Interpretationen fand. Zahlreiche CD- und Fernsehproduktionen dokumentieren eindrucksvoll den außerordentlichen künstlerischen Rang dieser Zusammenarbeit.