Musik des Symbolismus
Sonderkonzert
So, 26.02.2012 | 20 Uhr
Hamburg, Bucerius Kunst Forum (Ian Karan Auditorium)
Brigitte Lang Violine
Alexandra Psareva Violine
Jan Larsen Viola
Aline Saniter Viola
Fabian Diederichs Violoncello
Katharina Kühl Violoncello
Julija Botchkovskaia Klavier
Hinweis
Im Rahmen einer Einführung in das Konzert spricht Michael Gielen mit Peter Krause über Arnold Schönberg und seine Komposition "Verklärte Nacht"
(ab 20 Uhr).
Musik und Literatur - Musik und Malerei
Gibt es eigentlich symbolistische Musik? Gewiss, in der Literatur ist es möglich, eine Idee nicht begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen, sondern eben nur symbolisch auf das eigentlich Gemeinte hinzuweisen. Und dass auch die Malerei den Symbolismus kennt, das beweisen nicht zuletzt die Bilder der beiden Schweizer Malerfreunde Ferdinand Hodler und Cuno Amiet, die im Zentrum der Ausstellung des Bucerius Kunst Forums stehen. Vom Jugendstil und Impressionismus beeinflusst, ging es ihnen weniger darum, die Wirklichkeit naturalistisch abzubilden, sondern vielmehr darum, auch tiefere Schichten dieser Wirklichkeit aufzuspüren.
Doch wie soll Instrumentalmusik, die doch an sich schon unkonkret und abstrakt scheint, dazu auch noch symbolisch gemeint sein? – Indem man etwa der Partitur eines Streichsextetts ein symbolistisches Gedicht voranstellt und somit die Musik als imaginäre Untermalung dieses traumverhangen-rätselhaften Textes erscheinen lässt. Genau diese Strategie verfolgte Arnold Schönberg in seinem spätromantischen Frühwerk "Verklärte Nacht". "…ihr Atem mischt sich in den Lüften, zwei Menschen gehn durch hohe, helle Nacht", heißt es in Richard Dehmels gleichnamigem Gedicht am Ende. Und wer den Schluss von Schönbergs Sextett einmal gehört hat, der wird diese Stelle wohl niemals mehr lesen, ohne sich diese zart verhauchende, "verklärte" Musik dazu zu denken…
César Franck (1822 - 1890)
Mit seinem Klavierquintett f-Moll bekannte sich César Franck zwar ganz eindeutig zur großen Tradition purer Instrumentalmusik, ja, verhalf ihr im Opern-verwöhnten Frankreich sogar zu einer wenigstens annähernd so bedeutenden Rolle wie in Deutschland – nichtsdestotrotz aber ließ sich auch Franck von den künstlerischen Strömungen seiner Zeit inspirieren. 1879 komponiert, fällt das Werk genau in jene Zeit, in der Ferdinand Hodler sich allmählich von seinen ehemaligen Vorbildern der realistischen Schule zu lösen begann…
Das Konzertprogramm:
ARNOLD SCHÖNBERG
Verklärte Nacht op. 4
für Streichsextett
CÉSAR FRANCK
Klavierquintett f-Moll