Oper auf Kampnagel: "The Stolen Smells"

Figurinen der Kostümbildnerin Susanne Boner für die Aufführung der Oper "The Stolen Smells" © Susanne Boner So sollen sie am 4./5. Februar in "The Stolen Smells" auf Kampnagel zu erleben sein: Bäckermeister Muchtada, seine Tochter Amina und Dichter Djemaal (Figurinen von Kostümbildnerin Susanne Boner).

SIMON WILLS
"The Stolen Smells"
Opera buffa in einem Akt
(Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk des NDR)

Salomons Bewährungsprobe

Porträt von Simon Wills  Fotograf: Christopher Stock Detailansicht des Bildes Komponist Simon Wills Kann ein Bäcker für den wohltuenden Duft von frisch gebackenem Brot eine Bezahlung von den zufällig vorbeikommenden Passanten verlangen? Anders gefragt: Haben alle Dinge stets auch einen finanziell messbaren Wert?

Mit dieser durchaus modernen Frage hat sich in Simon Wills' neuer Oper "The Stolen Smells" nicht irgendwer, sondern der legendäre Richter für heikle Fälle zu beschäftigen: der biblische König Salomon. Verzweifelt darüber, dass sein berühmtes "Salomonisches Urteil" ein bloßer Zufall gewesen sein könnte, bekommt er in der kuriosen Story dieser Oper gewissermaßen eine zweite Chance.

Der Bäcker Muchtada ist mit der Liebesbeziehung seiner Tochter Amina zu dem armen Poeten Djemaal keineswegs einverstanden und bringt letzteren – um ihn irgendwie loszuwerden – als "Dieb" von Brotduft vor Gericht. Doch dabei hat er seine Rechnung natürlich ohne Salomon gemacht...

Eine Koproduktion mit dem Luzerner Theater

Dirigent Thomas Hengelbrock  Fotograf: Karl Forster Detailansicht des Bildes Dirigent Thomas Hengelbrock Nach seiner um das Thema Terrorismus kreisenden Oper "The Secret Agent" widmet sich der englische Posaunist, Dirigent und Komponist Simon Wills (*1957) mit "The Stolen Smells" diesmal einem grotesk-komischen Stoff.

In Koproduktion mit dem Luzerner Theater brachte Thomas Hengelbrock das vom NDR in Auftrag gegebene Werk unmittelbar nach der Uraufführung in Luzern nach Hamburg. Für die Regie der halbszenischen Adaption auf Kampnagel zeichnet – wie in Luzern – Dominique Mentha verantwortlich.

Simon Wills über seinen Kompositionsstil:

Lieber ein Feuerwerk anrichten und einfach abfeuern als sich darum sorgen, dass das Schwarzpulver nicht nach dem empfohlenen Rezept gemischt worden sein könnte!

"This is not a plant-your-feet-and-sing-opera", betont Simon Wills. Stattdessen spielen Bewegung, Tanz sowie das kleine (übrigens ohne Violinen auskommende) Orchester eine wichtige Rolle. Die musikalische Struktur dieser Opera buffa bedient sich dabei bekannten Formen der Instrumentalmusik. So sind die einzelnen Bilder der Oper nach Art eines Scherzos, einer Romanze, einer Sonatenform, einer Passacaglia, eines Rondos oder als Variationen mit Fuge gestaltet.

Künstlerische Leitung und Besetzung

Thomas Hengelbrock Dirigent
Dominique Mentha Regie
Werner Hutterli Bühnenbild
Susanne Boner Kostüme
Christian Kipper Dramaturgie

Patrick Zielke Kadayif, Kerkermeister
Todd Boyce Muchtada, ein Bäcker
Marie-Luise Dressen Sheherezade, seine Frau
Madelaine Wibom Amina, seine Tochter
Carlo Jung-Eyk Cho Djemaal, ein Dichter
Szymon Chojnacki König Salomon
Miriam Timme Prostituierte
Chiharu Sato Händlerin
Lilla Orosz Marktfrau
Koichi Yoshitomi Junger Mann
Marco Bappert Händler
Koichi Yoshitomi Verrückter / Bettler
Wieslaw Grajkowski Gerichtsschreiber

Ohne Taktstock: Thomas Hengelbrock dirigiert © NDR Fotograf: Marcus Krueger

Oper auf Kampnagel: "The Stolen Smells"

Am 4. Februar brachten Thomas Hengelbrock und das NDR Sinfonieorchester gemeinsam mit dem Luzerner Theaterdie neue Oper von Simon Wills zur Deutschen Erstaufführung.

  • Datum:
  • Adresse:
    Fabrik Kampnagel
    Jarrestraße 20
    20303  Hamburg
  • Hinweis: Zweiter Konzerttermin am Sonntag, 5. Februar 2012 um 16 Uhr.
Programmheft & Pressetext
Programmheft: Titelblatt © NDR
 
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Simon Wills: "The Stolen Smells"

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Weitere Informationen
Probenszene: Eine kleine Besetzung Orchestermusiker probt "The Stolen Smells" im Rolf-Liebermann-Studio des NDR. © NDR Sinfonieorchester
 

Opernpremiere: "Gestohlene Düfte" in Hamburg

Mehr über die Märchenoper finden Sie auf NDR.de. mehr

Links

Die englischsprachige Homepage des Komponisten

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