Thomas Hengelbrock / Leonidas Kavakos
Das Programmheft zum Konzert (PDF).
Download startenW2 | Sa, 17.12.2011 | 16 Uhr
Wismar, St. Georgen-Kirche
Thomas Hengelbrock Dirigent
Leonidas Kavakos Violine
JOSEPH HAYDN
Sinfonie D-Dur Hob. I: 104
"Londoner"
JOHANNES BRAHMS
Violinkonzert D-Dur op. 77
Leonidas Kavakos
"Viel D-Dur"
Bei der Komposition von Johannes Brahms' Violinkonzert in D-Dur stand der Geiger Jospeh Joachim seinem engen Freund beratend zur Seite. Uraufgeführt wurde das Konzert mit Joachim als Solisten am 1. Januar 1879. Im zweiten Teil des Programms spielte der Geiger das D-Dur-Violinkonzert von Beethoven. Der von diesem direkten Vergleich mit seinem Vorbild eingeschüchterte Brahms schimpfte damals: "Es ist viel D-Dur – und nicht viel anderes im Programm".
Johannes Brahms
Dass man auch mit viel D-Dur ein sehr gutes Programm machen kann, bewies Thomas Hengelbrock mit seinen Dezember-Konzerten: Im zweiten Teil seines Programms stand Joseph Haydns letzte Sinfonie D-Dur Hob. I: 104. Das Werk ist dem Londoner Konzertveranstalter Johann Peter Salomon gewidmet. Der Rezensent des "Morning Chronical" schrieb von der Uraufführung am 4. Mai 1795: "Haydn zeigte sich seinen wohlmeinenden Freunden erkenntlich, indem er für die Gelegenheit eine neue Sinfonie schrieb, von der einige der besten Kenner glauben, dass sie in jedem Satz an Fülle, Reichtum und Majestät all seine anderen Werke überträfe."

Johannes Brahms, Joseph Haydn und viel D-Dur: Thomas Hengelbrock und Leonidas Kavakos hatten einiges im Gepäck, als sie im Dezember in die Wismarer St. Georgen-Kirche kamen.
Mir ist solche Begabung noch nie vorgekommen.