Michael Gielen
Das Programmheft zum Konzert (PDF).
Download startenL5 | Sa, 25.02.2012 | 19.30 Uhr
Lübeck, Musik- und Kongresshalle
Weitere Konzerttermine:
C3 | Hamburg | Do, 23.02.2012
D5 | Hamburg | Fr, 24.02.2012
Michael Gielen Dirigent
ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 8 c-Moll
Dirigent Michael Gielen steht am Pult des NDR Sinfonieorchesters
Gigantenwerk
"Diese Sinfonie ist die Schöpfung eines Giganten und überragt an geistiger Dimension, an Fruchtbarkeit und Größe alle anderen Sinfonien des Meisters." Das schrieb der Bruckner-Bewunderer Hugo Wolf nach der Uraufführung der monumentalen Sinfonie am 18. Dezember 1892 in Wien. Bruckners Sinfonie sprengte jedes bis dahin bekannte Maß. Und wie immer, wenn er versuchte, die Ideen hinter seiner Musik in Worte zu fassen, nahm Bruckner auch bei der Achten Zuflucht zu einigen programmatischen Geschichten.
Anton Bruckner (1824-1896)
An den Dirigenten Felix Weingartner schickte er Erläuterungen zu drei der vier Sätze. Den ersten Satz brachte er mit einer "Totenuhr" und "Totenglocke" in Verbindung. Vom Scherzo schrieb er: "Der deutsche Michel träumt ins Land hinaus."
Ein weltgeschichtliches Ereignis schildere der vierte Satz: "Unser Kaiser bekam damals Besuch des Zaren in Olmütz, daher Streicher; Ritt der Kosaken; Blech: Militärmusik: Trompeten; Fanfaren, wie sich die Majestäten begegnen." Vom dritten Satz, dem großen Adagio, wissen wir nur, dass Bruckner es "der Erinnerung an den Meister" Richard Wagner gewidmet hat. Weitaus weniger weihevoll klingt die gerne kolportierte Erklärung Bruckners zu den ungewöhnlichen Harfen im dritten Satz: "A Harf'n g'hert in ka Sinfonie; i' hab' ma nöt helf'n könna!"

Als Michael Gielen und das NDR Sinfonieorchester im Februar in die Musik- und Kongresshalle kamen, stamd wahrlich "die Schöpfung eines Giganten" auf dem Programm.