Konzertkasse Streiber
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Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 9.30-18 Uhr
Sa: 9.30-15 Uhr
K3 | Fr, 02.03.2012 | 20 Uhr
Kiel, Schloss
Weitere Konzerttermine:
B7 | Hamburg | Do, 01.03.2012
A7 | Hamburg | So, 04.03.2012
Herbert Blomstedt Dirigent
ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 5 B-Dur
Herbert Blomstedt in der Probe
Monument und Meisterstück
"Nicht um tausend Gulden möchte ich das noch einmal schreiben." Das sagte Anton Bruckner als er nach zweijähriger Arbeit 1875 seine Fünfte Sinfonie vollendet hatte. Dabei war seine Not groß: "Schulden machen und am Ende im Schuldenarreste die Früchte meines Fleißes genießen, kann mein endliches Los werden."
Anton Bruckner (1824-1896)
Doch während die meisten anderen Sinfonien von dem durch Kritik leicht zu verunsichernden Komponisten überarbeitet wurden, ließ er die Fünfte bis auf einige Retuschen wie sie war. Sein "kontrapunktisches Meisterstück" und seine "Phantastische" nannte Bruckner dieses Werk, das er 1888 nur in einer Version für zwei Klavier zu hören bekam. An der Uraufführung durch ein Orchester 1894 konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen.
Dass Bruckner sein "Meisterstück "unangetastet gelassen hat, bewahrte die Fünfte nicht vor den Eingriffen fremder Bearbeiter. Tatsächlich wurde der "Katholischen", "Mittelalterlichen", "Tragischen" oder "Glaubenssinfonie", wie einige der vielen nicht-authentischen Beinamen des riesigen Werkes lauten, so übel mitgespielt wie sonst nur Bruckners Neunter. Erst 1935 erklang das Werk erstmals in Bruckners Urfassung. Seither wächst sein Mythos. Wilhelm Furtwängler etwa nannte den vierten Satz: "Das monumentalste Finale der Weltgeschichte".

Im März war das NDR Sinfonieorchester erneut mit Herbert Blomstedt zu Gast in Kiel. Auf dem Programm stand Bruckners monumentale Fünfte Sinfonie.
Dies scheint mir unstreitig als das Höchste, was im Kontrapunkt neben den "Meistersingern" in unserem Jahrhundert, wie überhaupt seit Bach geleistet wurde.
Es bittet 1000mal um Verzeihung für seine Vorlautheit ein enthusiastischer Brucknerianer.