Thomas Hengelbrock und Solisten
Das Programmheft zum Konzert (PDF).
Download startenB1 | Do, 15.09.2011 | 20 Uhr
A1 | So, 18.09.2011 | 11 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle
15.09.2011 | 19 Uhr und
18.09.2011 | 10 Uhr: Einführungsveranstaltungen mit Thomas Hengelbrock
Thomas Hengelbrock Dirigent
Sonya Yoncheva Sopran
Anna Stephany Mezzosopran
Werner Güra Tenor
Dimitry Ivashchenko Bass
NDR Sinfonieorchester
NDR Chor
MICHAEL HAYDN
Missa quadragesimalis
ANTON BRUCKNER
Requiem d-Moll
ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 6 A-Dur
Werner Güra singt den Tenor-Part in Bruckners Requiem.
Sinfonie und Messe
Anton Bruckner (1824-1896)
Joseph Haydn kennt jeder, aber Michael Haydn? Dabei war der kleine Bruder des großen Haydn einer der herausragenden Kirchenmusikkomponisten seiner Zeit. 43 Jahre lang wirkte er in Salzburg und war mit den Mozarts gut befreundet. Über 40 Messen sind von (diesem) Haydn überliefert; darunter mehrere Messen für die Fastenzeit wie die Missa quadragesimalis.
Michael Haydns schlichte deutsche Messen lernte Anton Bruckner schon als 16-jähriger Zögling an einer Linzer Ausbildungsstätte für Volksschullehrer kennen. Bruckners erste eigene Komposition mit Orchester ist das Requiem, das er 1849 während seiner Zeit als Organist im Stift St. Florian vollendete. Das Werk steht noch ganz in der Tradition der (beiden) Haydns.
Seine Sechste Sinfonie nannte Bruckner selber seine "keckste". Die Jahre ihrer Entstehung von 1879 bis 1881 sind zugleich die Jahre von Bruckners ersten Erfolgen und einer relativen finanziellen Sicherheit. Seit 1878 war er Mitglied der Wiener Hofkapelle; 1881 wurde seine Vierte mit Erfolg uraufgeführt. All dies scheint dem ängstlichen Bruckner Mut und Sicherheit gegeben zu haben. In einem großen Schaffensschub komponierte er nach der Sechsten in schneller Folge die Siebente Sinfonie und das Te Deum.

Thomas Hengelbrock dirigiert Bruckner. Außerdem auf dem Programm der beiden Konzerte mit NDR Sinfonieorchester und NDR Chor: Michael Haydns "Missa quadragesimalis".
Bei Bruckner ist der Zusammenhang zwischen Messe und Sinfonie so eng, dass das eine nicht ohne das andere betrachtet werden kann.