Hélène Grimaud spielt Brahms

Hélène Grimaud im Porträt vor einem aufgeklappten Flügel © DG Fotograf: Mat Hennek Charismatische Künstlerin mit vielen Facetten: Pianistin Hélène Grimaud eröffnet gemeinsam mit Thomas Hengelbrock und dem NDR Sinfonieorchester im September die Aboreihen A und B.

Konzertsinfonie im Sinfoniekonzert - Thomas Hengelbrock hat große sinfonische Werke für den Start in die neue Saison ausgewählt. Als Solistin ist Hélène Grimaud zu Gast beim NDR Sinfonieorchester.

Do, 12.09.2013 | 20 Uhr
So, 15.09.2013 | 11 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle

Thomas Hengelbrock Dirigent
Hélène Grimaud Klavier

JOHANNES BRAHMS
Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
BÉLA BARTÓK
Konzert für Orchester

Brahms' gescheiterte Uraufführung

Johannes Brahms vor dem Haus des befreundenen Ehepaares Fellinger in Wien III, Hauptstraße 96. - Fotografie, September 1894 (Maria Fellinger). © akg-images Fotograf: Maria Fellinger Detailansicht des Bildes Johannes Brahms konnte sein Klavierkonzert Nr. 1 schließlich erst 1859 zur Uraufführung bringen - in Hannover. Johannes Brahms hat mit seiner Heimatstadt Hamburg zeitlebens nicht die besten Erfahrungen gemacht. Eigentlich sollte auch sein Klavierkonzert d-Moll op. 15 hier 1858 zur Uraufführung kommen, es ergaben sich jedoch für einen anspruchsvollen Künstler untragbare Probleme: "Der einzige brauchbare Flügel wird mir verweigert", nörgelte Brahms. "So froh ich nun einesteils bin, mein Konzert nicht spielen zu brauchen, absonderlich vor unserm teilnahmslosesten Publikum, so ärgert mich doch der Grund, weil – er so echt Hamburgisch ist".

Johannes Brahms an Clara Schumann (1855):

Denken Sie, was ich die Nacht träumte. Ich hätte meine verunglückte Symphonie zu meinem Klavierkonzert benutzt und spielte dieses. Ich war ganz begeistert.

Die Zeiten haben sich zum Glück geändert, und im Konzert des NDR Sinfonieorchesters unter seinem Chefdirigenten Thomas Hengelbrock wird nicht nur ein brauchbarer Flügel auf dem Podium der Laeiszhalle stehen, sondern an ihm auch eine der gefragtesten und charismatischsten Pianistinnen unserer Tage Platz nehmen: Hélène Grimaud.

Bartók: Popularität und Anspruch, Tradition und Moderne

Der ungarische Pianist und Komponist Béla Bartók am Klavier (undatierte Aufnahme) © picture-alliance / dpa-Bildarchiv Detailansicht des Bildes Béla Bartók (1881-1945) Ist Brahms' Erstes Klavierkonzert eigentlich eine verkappte Sinfonie mit obligatem Klavier, so wird in Béla Bartóks "Konzert für Orchester" gleich auf einen extra Solisten verzichtet. Bartók selbst bezeichnete es als "Symphonie-ähnliches Orchesterwerk" mit der "Tendenz zur 'konzertanten' oder solistischen Behandlung der einzelnen Instrumente oder Instrumentengruppen".

Die fünf vielfarbig instrumentierten Sätze werden von einem rasanten Finale gekrönt, das nicht zuletzt verrät, wie begeistert Bartók von der Jazz-Musik seiner Exil-Heimat Amerika gewesen sein muss. Überhaupt verschrieb er sich in seinem wohl meistgespielten Werk einem Stil, der in perfekter Synthese Popularität und Anspruch, Tradition und Moderne verbindet.

Hélène Grimaud im Porträt vor einem aufgeklappten Flügel © DG Fotograf: Mat Hennek

Hélène Grimaud spielt Brahms

Mit Bartóks Konzert für Orchester und Brahms' Erstem Klavierkonzert eröffnen Thomas Hengelbrock und Pianistin Hélène Grimaud die Abosaison 2013/2014 der Reihen A und B.

  • Art: Konzert
  • Datum:
  • Adresse:
    Laeiszhalle
    Johannes-Brahms-Platz 1
    20355  Hamburg
  • Hinweis: Weiterer Konzerttermin am 15. September um 11 Uhr

    Einführungsveranstaltungen mit Thomas Hengelbrock:
    12.09.2013 | 19 Uhr
    15.09.2013 | 10 Uhr
Karten und Informationen

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Mönckebergstraße 7
20095 Hamburg
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Mo bis Fr: 10 bis 19 Uhr
Sa: 10 bis 18 Uhr

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Links

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