Sendedatum: 07.04.2017 20:00 Uhr

Regers Klavierkonzert mit Markus Becker

Seit 1993 ist der Pianist Markus Becker Professor für Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Die NDR Radiophilharmonie hat das neue Jahr im Ring A mit dem Dirigenten Joshua Weilerstein begonnen, der Werke von Igor Strawinsky und Claude Debussy auf das Programm gesetzt hatte. Zu Beginn präsentierte der hannoversche Pianist Markus Becker das Klavierkonzert von Max Reger.

4. Konzert Ring A
Do, 12.01.2017 | 20 Uhr
Fr, 13.01.2017 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Joshua Weilerstein Dirigent
Markus Becker Klavier

MAX REGER
Klavierkonzert f-Moll op. 114
CLAUDE DEBUSSY
Prélude à l’après-midi d’un faune
IGOR STRAWINSKY
"Der Feuervogel", Suite für Orchester (Fassung von 1919)

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Der Pianist Markus Becker führt mit der NDR Radiophilharmonie das Klavierkonzert Max Regers auf. Im Gespräch erzählt er, was so faszinierend an dem Werk und dem Komponisten ist. mehr

Reger, Debussy und Strawinsky: Sie alle galten als Vertreter der Moderne, obwohl sie ganz unterschiedliche ästhetische Ansätze verfolgten. Gemeinsam ist ihren Kompositionen, dass in ihnen mehr Vergangenheit steckt, als es auf den ersten Blick erscheint. So verbirgt sich hinter den Klangeruptionen von Max Regers Klavierkonzert ein durchaus klassisches Konzept, inklusive Bach-Choral im Mittelsatz. Aber "das merkt keiner von den Eseln", so Reger gewohnt bärbeißig über seine zeitgenössischen Kritiker. Für Markus Becker eine Herzensangelegenheit; wohl kein anderer Pianist hat sich derart um Regers Musik verdient gemacht wie der dreifache Echo-Klassikpreisträger aus Hannover, unter anderem für die Gesamteinspielung der Klavierwerke Regers.

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Der Dirigent Joshua Weilerstein ist der künstlerische Leiter des Orchestre de Chambre de Lausanne. Er ist bekannt für seine kreative Programmgestaltung und die Suche nach einem Dialog zwischen Musikern und Publikum.
Uralte Stoffe mit zukunftsweisender Musik

Zur selben Zeit, als Reger in Leipzig über seinem Konzert saß, machte in Paris Igor Strawinskys Ballett "Der Feuervogel" Furore, vor allem wegen seiner so ungemein farbenprächtigen Partitur. Für die Handlung seines Balletts indes griff Strawinsky auf Erzählungen aus mythischer Vorzeit zurück - ähnlich wie 16 Jahre zuvor Claude Debussy in "L'après-midi d'un faune". Russisches Volksmärchen oder griechische Sage: In beiden Fällen wurden uralte Stoffe zum Anlass für zukunftsweisende Kunst.

Dirigent dieses Jahrhundertwende-Konzerts war der junge US-Amerikaner Joshua Weilerstein. Weilerstein stammt aus einer hochmusikalischen Familie, studierte bei Hugh Wolff und brachte es bereits mit 24 Jahren zum stellvertretenden Leiter der New Yorker Philharmoniker.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR Radiophilharmonie | 07.04.2017 | 20:00 Uhr