Mit Hilary Hahn in Braunschweig

Die zweifache Grammy-Gewinnerin Hilary Hahn wuchs in Baltimore auf, ihre Vorfahren stammen aus Deutschland.

Die NDR Radiophilharmonie war zu Gast bei den Braunschweiger Meisterkonzerten: Die Solistin Hilary Hahn brillierte mit dem vierten Violinkonzert von Vieuxtemps. Unter der Leitung von Eivind Gullberg Jensen standen außerdem Webers Ouvertüre zum "Freischütz" und Robert Schumanns vierte Sinfonie auf dem Programm.

NDR Radiophilharmonie unterwegs
Sa, 12.03.2016 | 20 Uhr
Braunschweig, Stadthalle (Leonhardplatz)

NDR Radiophilharmonie
Eivind Gullberg Jensen Dirigent
Hilary Hahn Violine

CARL MARIA VON WEBER
Ouvertüre zu "Der Freischütz"
HENRI VIEUXTEMPS
Violinkonzert Nr. 4 d-Moll op. 31
ROBERT SCHUMANN
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

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Von "Perfektion, die frappiert", schwärmen die Kritiker und ihrem "einsamen Rang im internationalen Geigen-Zirkus". Gemeint ist Hilary Hahn, amerikanisches Wunderkind mit deutschen Wurzeln, die gerade eine neue CD mit Violinkonzerten von Mozart und Vieuxtemps vorgelegt hat. Eines davon, das Konzert Nr. 4 des Belgiers Vieuxtemps, stellte Hahn in diesem Konzert vor - knapp fünf Jahre nach ihrem Debüt bei der NDR Radiophilharmonie. Bereits als Zehnjährige wagte sie sich an das mit technischen Herausforderungen nur so gespickte Werk. Seitdem, so Hahn, ist es "ein Teil von mir".

Haarsträubende Virtuosität

Auch musikalisch hat das d-Moll-Konzert einiges zu bieten: ein Kaleidoskop der Stimmungen, gekrönt von einem haarsträubend schweren Scherzo. Kein Wunder, dass der junge Vieuxtemps einst mit Paganini verglichen wurde, und zwar von Robert Schumann, der bei diesem Konzert ebenfalls mit einem Werk vertreten war: der 4. Sinfonie d-Moll. Chronologisch eigentlich die zweite von Schumanns Sinfonien, unterzog er sie 1851, nach zehn Jahren, einer grundlegenden Revision. Eröffnet wurde der Abend mit Webers "Freischütz"-Ouvertüre.