Hindemith mit Nils Mönkemeyer

Nils Mönkemeyer ist seit 2011 Professor für Bratsche an der Hochschule für Musik und Theater München.

Der vielfach ausgezeichnete Bratschist Nils Mönkemeyer war zu Gast im Ring A: Er präsentierte mit Hindemiths Violakonzert "Der Schwanendreher" ein außergewöhnliches Werk. Umrahmt wurde es mit Werken von Wagner, Respighi und Bartók.

5. Konzert Ring A
Do, 18.02.2016 | 20 Uhr
Fr, 19.02.2016 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Giancarlo Guerrero Dirigent
Nils Mönkemeyer Viola

RICHARD WAGNER
Vorspiel zum 1. Aufzug aus "Lohengrin"
PAUL HINDEMITH
"Der Schwanendreher", Konzert nach alten Volksliedern für Viola und kleines Orchester
OTTORINO RESPIGHI
"Fontane di Roma", Sinfonische Dichtung
BÉLA BARTÓK
"Der wunderbare Mandarin", Suite für Orchester Sz 73

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Wagner und Hindemith, Respighi und Bartók - bei aller Vielfalt haben die ausgewählten Werke doch eines gemeinsam: den Bezug auf außermusikalische Vorlagen, auf Texte, Bühnenhandlungen, Bilder. Spiritus rector dieses ungewöhnlichen Programms war der südamerikanische Dirigent Giancarlo Guerrero, aktuell Musikdirektor des Nashville Symphony Orchestra.

Schwäne als Motiv

Um Schwäne geht es sowohl in Wagners Oper "Lohengrin" als auch in Hindemiths "Schwanendreher"-Konzert. Die musikalische Ausgestaltung aber könnte kaum unterschiedlicher sein: Während das "Lohengrin"-Vorspiel die Erscheinung des mystischen Grals in Tönen malt, verarbeitet Hindemith handfestes Volksgut, darunter das titelgebende Lied vom Schwanendreher. Den Solobratschenpart übernahm Nils Mönkemeyer, der dem NDR und Hannover verbunden ist wie wenige andere Musiker. Einst Student an der HMTM, dann Gast in der Reihe Konzerte Junger Künstler, betreut der zweifache Echo Klassik-Preisträger heute selbst vielversprechende Nachwuchstalente.

Expressive Klangstudie

Das Konzert endete mit Respighis "Fontane di Roma" und Bartóks "Wunderbarem Mandarin". Beide Werke kreisen um das Thema Stadt: das eine als Sinfonische Dichtung über die Brunnen von Rom, das andere als hochexpressive Klangstudie über Entfremdung und Liebesverlust. Bei der Uraufführung löste die Ballettpantomime Bartóks einen Skandal aus; heute gilt das Stück als ein Markstein der Moderne.