Hilary Hahn spielt Vieuxtemps

Die Ausnahmegeigerin Hilary Hahn präsentierte im Ring A eine brillante Interpretation von Henri Vieuxtemps viertem Violinkonzert. Die NDR Radiophilharmonie freute sich gleichzeitig über ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Chefdirigenten Eivind Gullberg Jensen. Unter seiner Leitung stand außerdem Robert Schumanns vierte Sinfonie auf dem Programm.

Dirigent Eivind Gullberg Jensen

Probenpause mit Eivind Gullberg Jensen

Der ehemalige Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie Eivind Gullberg Jensen erzählt in einer Probenpause von seinen Erinnerungen an Hannover und dem Wiedersehen mit dem Orchester.

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6. Konzert Ring A
Do, 10.03.2016 | 20 Uhr
Fr, 11.03.2016 | 20 Uhr
Hannover, Großer Sendesaal des NDR (Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22)

NDR Radiophilharmonie
Eivind Gullberg Jensen Dirigent
Hilary Hahn Violine

CARL MARIA VON WEBER
Ouvertüre zu "Der Freischütz"
HENRI VIEUXTEMPS
Violinkonzert Nr. 4 d-Moll op. 31
ROBERT SCHUMANN
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

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Von "Perfektion, die frappiert", schwärmen die Kritiker und ihrem "einsamen Rang im internationalen Geigen-Zirkus". Gemeint ist Hilary Hahn, amerikanisches Wunderkind mit deutschen Wurzeln, die gerade eine neue CD mit Violinkonzerten von Mozart und Vieuxtemps vorgelegt hat. Eines davon, das Konzert Nr. 4 des Belgiers Vieuxtemps, stellte Hahn im Ring A vor - knapp fünf Jahre nach ihrem Debüt bei der NDR Radiophilharmonie. Bereits als Zehnjährige wagte sie sich an das mit technischen Herausforderungen nur so gespickte Werk. Seitdem, so Hahn, ist es "ein Teil von mir".

Haarsträubende Virtuosität

Auch musikalisch hat das d-Moll-Konzert einiges zu bieten: ein Kaleidoskop der Stimmungen, gekrönt von einem haarsträubend schweren Scherzo. Kein Wunder, dass der junge Vieuxtemps einst mit Paganini verglichen wurde, und zwar von Robert Schumann, der bei diesem 6. Abonnementskonzert ebenfalls mit einem Werk vertreten war: der 4. Sinfonie d-Moll. Chronologisch eigentlich die zweite von Schumanns Sinfonien, unterzog er sie 1851, nach zehn Jahren, einer grundlegenden Revision. Eröffnet wurde der Abend mit Webers "Freischütz"-Ouvertüre.

Wiedersehen mit dem ehemaligen Chefdirigenten

Am Pult der Radiophilharmonie gab es ein Déjà-vu, denn kein Geringerer als der ehemalige Chefdirigent Eivind Gullberg Jensen kehrte für ein Gastspiel nach Hannover zurück. Seit seinem Abschied von der NDR Radiophilharmonie arbeitete der charismatische Norweger u.a. an der Wiener Staatsoper sowie mit dem Philharmonia Orchestra. Direkt im Anschluss an sein Ring A-Konzert wird er zu einer Neuinszenierung von Strawinskys "The Rake's Progress" an der Finnischen Nationaloper erwartet.