Dejan Lazić & Elbquartett

Er ist ein international gefragter Solist, Kammermusiker und Komponist: der 1977 in Zagreb geborene Dejan Lazić. Im Kammerkonzert im Dezember trifft er auf die vier Musikerinnen des Elbquartetts.

Dejan Lazić kennen viele Hörer des NDR Sinfonieorchesters noch von seinem Auftritt als Solist in Chopins Klavierkonzert Nr. 2 im Mai 2013. Im Dezember spielte der in Kroatien geborene Pianist, Klarinettist und Komponist zusammen mit dem Elbquartett ein kammermusikalisches Hauptwerk von Dmitrij Schostakowitsch: das Klavierquintett g-Moll op. 57.

Di, 15.12.2015 | 20 Uhr
Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio (Oberstr. 120)

Dejan Lazić Klavier
Elbquartett:
Barbara Gruszczynska Violine
Harim Chun Violine
Aline Saniter Viola
Bettina Barbara Bertsch Violoncello

JOSEPH HAYDN
Streichquartett B-Dur op. 76 Nr. 4
"Sonnenaufgang"
MAURICE RAVEL
Streichquartett F-Dur
DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
Klavierquintett g-Moll op. 57

Hinweis:
Das Parken auf dem Gelände des NDR ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Es werden Taschenkontrollen durchgeführt.

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Geläuterter Klassizist?

Mit seinem Klavierquintett meldete Schostakowitsch sich im Jahr 1940 an der Spitze des sowjetischen Musiklebens zurück. Vier Jahre zuvor war der Komponist, der in den 1920er- und 30er-Jahren mit seinen frechen und modernen Werken international Aufsehen erregt hatte, von der Regierungszeitung "Pravda" gefährlich gemaßregelt worden. Im Klavierquintett gab Schostakowitsch sich nun - an der Oberfläche - als geläuterter Klassizist. Nach dem Vorbild Johann Sebastian Bachs gestaltete er die beiden ersten Sätze seines Quintetts gar als Präludium und Fuge.

Geselle und Altmeister

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Ihre musikalische Heimat ist das NDR Sinfonieorchester, als Kammermusikerinnen haben sich Saniter, Chum, Gruszczynska und Bertsch im Elbquartett zusammengefunden.

Sein Streichquartett in F-Dur war für Maurice Ravel eine Art kompositorisches Gesellenstück. Er begann das Werk nach Abschluss seines Studiums, doch als es 1904 uraufgeführt wurde, waren die Reaktionen sehr gemischt. Der Kollege Debussy war begeistert; Ravels Lehrer Fauré, dem das Quartett gewidmet ist, hatte manches zu monieren; und die Jury, die über die Vergabe des wichtigen Rom-Preises zu befinden hatte, schloss Ravel kurzerhand vom Wettbewerb aus. 111 Jahre später kann man sagen: Debussy hatte Recht. Haydns Quartettzyklus op. 76 galt dagegen seit jeher als Gipfel von dessen Quartettschaffen. Seinen Beinamen "Der Sonnenaufgang" verdankt das Quartett B-Dur op. 76,4 dem Violinthema des ersten Satzes, das über einem ausgehaltenen Akkord der Unterstimmen effektvoll in die Höhe strebt.

Lazić is a classy artist, with a fine range of colour, taut trills and immaculate fingerwork. There's much of beauty in the Croatian's reading - his quality of sound, especially in the quieter regions, remains one of the pleasures of his playing. Harriet Smith im Gramophone Magazine