Gastkonzert in Kattowitz

Krzysztof Urbański kehrte nach seinem umjubelten Debüt 2009 regelmäßig zum NDR Sinfonieorchester zurück - seit Beginn der aktuellen Saison als Erster Gastdirigent.

Unter der Leitung von Krzysztof Urbański besuchte das NDR Sinfonieorchester das polnische Kattowitz. Star-Bariton Thomas Hampson und Krzysztof Urbański widmeten sich in diesem Konzert hintergründigen Weltsichten und doppelbödigen musikalischen Botschaften.

Mi, 23.03.2016 | 19.30 Uhr
Kattowitz, NOSPR Concert Hall (Plac Wojciecha Kilara 1)

Krzysztof Urbański Dirigent
Thomas Hampson Bariton
NDR Sinfonieorchester

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Egmont-Ouvertüre f-Moll op. 84
GUSTAV MAHLER
Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn":

  • Des Antonius von Padua Fischpredigt
  • Rheinlegendchen
  • Lied des Verfolgten im Turm
  • Der Schildwache Nachtlied
  • Revelge
DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH
Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

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Lieder vom Menschen

"Es gibt keine Sinfonie, die nichts mit dem menschlichen Leben zu tun hat", ist sich Thomas Hampson sicher. "Die klassische Musik und damit die Welt, die Menschen, die Geschichte, die sich in ihr widerspiegeln, ist so riesig, so unerschöpflich."

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Meistersänger: Bariton Thomas Hampson ist wieder einmal mit dem NDR Sinfonieorchester zu erleben.

Seit Jahrzehnten ist der gebürtige Amerikaner auf den Bühnen rund um den Globus unterwegs, um seine riesige Fan-Gemeinde an dieser Welt teilhaben zu lassen. Nun kommt er endlich wieder zum NDR Sinfonieorchester. Im Gepäck hat er Noten von seinem Lieblingskomponisten: Gustav Mahlers "Wunderhorn"-Lieder. In Hampsons Interpretation werden einem ganz sicher nicht die vielen subtil ironischen Kommentare zur Welt und den Menschen entgehen!

Zwischen den Zeilen

"Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten", lautet ein berühmter Satz Gustav Mahlers. Zwischen den Zeilen zu lesen lohnt sich auch bei den beiden anderen Werken, die Urbański den "Wunderhorn"-Liedern zur Seite gestellt hat. Richard Strauss trug bekanntlich den Schalk im Nacken, und in seinem "Till Eulenspiegel" hat er seiner spöttischen Kritik am Spießbürgertum auch deftig Ausdruck verliehen.

Sinfonische Abrechnung

Aus überhaupt nicht spaßigen Gründen dagegen musste Dmitrij Schostakowitsch in seiner Musik zeitlebens einen Balanceakt zwischen der Erfüllung von Zwängen der sowjetischen Kulturpolitik und Mitteilung seiner privaten Weltsicht vollführen. Seine Zehnte Sinfonie lässt sich als persönliche Abrechnung mit dem diktatorischen Regime hören. Sie ist voller versteckter autobiografischer Botschaften, und wer will, kann nach einem erschreckenden Porträt Stalins schließlich auch ein veritables "Tauwetter-Finale" erkennen.

Je weniger Schostakowitsch es sich noch leisten konnte, die Welt aus der Distanz zu beobachten, desto mehr liebte er Mahler. Auch war Mahler ein großer Spötter, da konnte er lernen. Bernd Feuchtner, Schostakowitsch-Biograf
Weitere Tourtermine

Mit Vinnitskaya und Urbański in Breslau

21.03.2016 19:00 Uhr
Nationales Musikforum Breslau (Wrocław)

Pianistin Anna Vinnitskaya war die Solistin beim Gastspiel von Krzysztof Urbański und dem NDR Sinfonieorchester im Rahmen ihrer März-Tournee ins Nationale Musikforum Breslau. mehr

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22.03.2016 19:30 Uhr
Philharmonie Warschau

Unter der Leitung von Krzysztof Urbański besucht das NDR Sinfonieorchester heute Abend im Rahmen des Beethoven Festivals Warschau. Mit dabei: Star-Bariton Thomas Hampson. mehr

Beim Osterfestival in Aix-en-Provence

26.03.2016 20:30 Uhr
Grand Théâtre de Provence

Krzysztof Urbański und das NDR Sinfonieorchester waren gemeinsam mit Thomas Hampson zu Gast beim Festival de Pâque in Aix-en-Provence. Auf dem Programm: Mahler-Lieder und Schostakowitschs Zehnte. mehr