Filmkonzert auf Kampnagel

Jean Dujardin und Bérénice Bejo in "The Artist".

Nachdem Michel Hazanavicius 2011 seinen ganz großen Wurf mit "The Artist" landete, war es höchste Zeit, dass der moderne Stummfilm auch in der erfolgreichen Filmkonzert-Reihe des NDR Sinfonieorchesters auf Kampnagel gespielt wurde.

Sa, 07.02.2015 | 20 Uhr
Hamburg, Kampnagel

Stefan Geiger Dirigent

"The Artist" (2011)

Film von MICHEL HAZANAVICIUS
mit der Musik für großes Orchester
von LUDOVIC BOURCE

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Dieser Film macht im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos! Mit "The Artist" gelang dem französischen Regisseur Michel Hazanavicius im Jahr 2011 eine witzige und berührende Liebeserklärung an das Zeitalter des Stummfilms. Der Streifen wurde u. a. mit fünf Oscars und sechs Césars ausgezeichnet. "Alle Welt liebt The Artist", titelte der "Focus“.

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Er heißt Geiger (Stefan), spielt Posaune (hervorragend) und dirigiert mit Begeisterung die Filmkonzerte des NDR Sinfonieorchesters.
Cineastisch-musikalische Zeitreise

Wenn die Worte fehlen, kommt die Musik zum Zug. Das war schon in der Goldenen Ära des Stummfilms so. Für den Komponisten Ludovic Bource war der Auftrag, die Filmmusik zu "The Artis"“ zu schreiben, daher ein gefundenes Fressen. Mit großer Akribie studierte er die Klänge der 1920er Jahre und ließ sich von Komponisten wie Bernard Herrmann, Max Steiner und nicht zuletzt Charlie Chaplin inspirieren, um höchstmögliche Authentizität zu erzielen. Heraus kam dabei eine große Orchesterpartitur, die mit der überragenden Mimik der Hauptdarsteller Jean Dujardin und Bérénice Bejo fabelhaft korreliert und ihr eine weitere Ebene hinzufügt.

Wie geschmeidig Bildeinfälle, Schauspielstil und die überragende Musik von Ludovic Bource ineinandergreifen, wie stimmig und unangestrengt alle Film- und Musikzitate diesen Stummfilm aus dem Jahr 2011 umarmen anstatt erdrücken: Es ist ein regressives, niemals aber dümmliches Kinoglück. "Die Welt" über "The Artist"

Die tragikomische Geschichte um den von der Entwicklung des Tonfilms überrollten Stummfilmschauspieler George Valentin wird so zu einer "magischen Zeitreise in die Jugend des Kinos" (Süddeutsche Zeitung). Wie immer spielt das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Stefan Geiger die Partitur live und punktgenau zum gleichzeitig auf die Leinwand projizierten Film.