Alan Gilbert dirigiert Mahler 3

2004 bis 2015 war der US-amerikanische Dirigent Alan Gilbert Erster Gastdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters in Hamburg.

Mit der gigantischen Dritten Sinfonie von Gustav Mahler feierte Alan Gilbert im Jahr 2009 seinen Einstand als Music Director des New York Philharmonic Orchestra. Nun hat der ehemalige Erste Gastdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters das Werk auch für seine Rückkehr zum NDR Elbphilharmonie Orchester ausgewählt.

Sonderkonzert
Fr, 06.04.2018 | 20 Uhr
Sa, 07.04.2018 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Alan Gilbert Dirigent
Gerhild Romberger Alt
Knabenchor Hannover
Damen des Chores des Bayerischen Rundfunks
Damen des NDR Chores
NDR Elbphilharmonie Orchester

GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

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Mahler-Exegese vom Fachmann

Alan Gilbert ist ein ausgewiesener Mahler-Interpret: Seit ihn seine Eltern im Alter von neun Jahren in Konzerte mit allen Mahler-Sinfonien schleppten, hat ihn dessen musikalische Welt nicht mehr losgelassen. Mit fesselnden Aufführungen rund um den Globus beweist Gilbert sein besonderes Einfühlungsvermögen in Mahlers leidenschaftliche Partituren immer wieder aufs Neue.   

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Gustav Mahlers Werk markiert den Übergang von der Spätromantik zur Moderne.
"Ein Instrument, auf dem das Universum spielt"

"Nun aber denke Dir ein so großes Werk, in welchem sich in der Tat die ganze Welt spiegelt - man ist sozusagen selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt." Mit diesen Worten beschrieb Gustav Mahler einmal gegenüber Anna von Mildenburg seine Dritte Sinfonie.

"Ein ungeheurer, mystischer Naturlaut"

Anfangs hatte er den sechs Sätzen poetische Titel gegeben, die das Werk als eine Art musikalische Evolutions-Geschichte charakterisieren: Von der ursprünglichen Natur im ersten Satz ausgehend, gipfelt die Entwicklung - nach Stationen bei den Pflanzen, den Tieren, dem Menschen und den Engeln - schließlich im großen Gesang von der Liebe, im tief ergreifenden Schluss-Adagio. Dass seine Sinfonie sich aber jeder formalen oder sprachlichen Festlegung entzieht, musste der Komponist später selbst einsehen:  "Zu weit von allem Gewesenen entfernt sich dies, das kaum mehr Musik zu nennen, sondern nur ein ungeheurer, mystischer Naturlaut ist."