Stand: 19.05.2017 22:00 Uhr

Dohnányi-Absage: Es dirigiert Hannu Lintu

Hannu Lintu ersetzt den erkrankten Christoph von Dohnányi und gibt hiermit sein Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

Christoph von Dohnányi hatte aufgrund einer Erkrankung mit großem Bedauern seine Konzerte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und damit sein Debüt in der Elbphilharmonie am 18., 19. und 21. Mai absagen müssen. Für ihn übernahm der finnische Dirigent Hannu Lintu mit geändertem Programm die Leitung der Konzerte. Solist der beiden Abokonzerte war der ukrainisch-israelische Ausnahmegeiger Vadim Gluzman.

Do, 18.05.2017 | 20 Uhr
Fr, 19.05.2017 | 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Ilja Stephan jeweils um 19 Uhr im Großen Saal

Hannu Lintu Dirigent (für Christoph von Dohnányi)
Vadim Gluzman Violine
NDR Elbphilharmonie Orchester

JEAN SIBELIUS
"Tapiola" - Sinfonische Dichtung
ALBAN BERG
Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels"
CARL NIELSEN
Sinfonie Nr. 4 op. 29 "Das Unauslöschliche"

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Hannu Lintu, seit 2013 Chefdirigent des Finnish Radio Symphony Orchestra, gab am 18., 19. und 21. Mai sein Debüt am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Lintu ist im Konzert- wie Opernbereich international gefragt und hat in jüngerer Zeit etwa das Cleveland Orchestra, ORF Radiosymphonieorchester Wien, Toronto und Baltimore Symphony Orchestra oder das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin dirigiert. Aufgrund der Umbesetzung hatte auch das Programm geändert werden müssen.

Im Interview

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Sibelius und Nielsen für Bruckner

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Vadim Gluzman gehört zu den besten Violinisten seiner Generation. Er spielt auf einer Stradivari von 1690, der legendären "Ex-Leopold Auer".

Die Vierte Sinfonie von Anton Bruckner wurde ersetzt durch zwei skandinavische Werke des frühen 20. Jahrhunderts, die in ihrer ganz individuellen, hochexpressiven Klangsprache in spannenden Dialog mit Alban Bergs Violinkonzert trat, das im Programm am 18. und 19. Mai wie ursprünglich geplant von Vadim Gluzman an der Violine interpretiert wurde.

Zum Auftakt der Konzerte dirigierte Lintu die Sinfonische Dichtung "Tapiola" seines Landsmanns Jean Sibelius. Zum Abschluss erklang die Vierte Sinfonie "Das Unauslöschliche" des im selben Jahr wie Sibelius geborenen Komponisten Carl Nielsen. Im Stundenformat "Klassik Kompakt" am 21. Mai wurden statt Bruckners Vierter Sinfonie ebenfalls Sibelius’ "Tapiola" und Nielsens Vierte gespielt.