Josep-Maria Balanyà im Instituto Cervantes
Josep-Maria Balanyà
Josep-Maria Balanyà hat alles erprobt, was man überhaupt mit einem Konzertflügel anstellen kann: "Ich sehe den Flügel als großartiges Musikinstrument und gleichzeitig als Spielzeug. Wenn ich musiziere, fühle ich mich wie ein Kind, das hochkonzentriert, ohne Scheu und Komplexe jeden Moment des Spiels genießt", sagt der katalanische Pianist, Komponist und Improvisator von sich.
Fr, 08.11.2013 | 20 Uhr
Hamburg, Instituto Cervantes
19 Uhr: Klangradar 3000 mit Schülern der Stormanschule Ahrensburg
Josep-Maria Balanyà Klavier
JOSEP-MARIA BALANYÀ
"Un peu à gauche, s.v.p."
11-teiliger Zyklus für Klavier solo
Josep-Maria Balanyà – Spieltrieb pur
In seinem 11-teiligen Zyklus "Un peu à gauche, s.v.p." zieht Balanyà die Summe aus seinen Konzertflügel-Experimenten: Er spielt ihn fachmännisch auf der Klaviatur, unorthodox im Resonanzraum und extrem auf dem Rücken liegend. Doch allem Spieltrieb zum Trotz ist Balanyàs monumentaler Zyklus auch ein Stück politisch engagierter Kunst: "Ich verstehe das Werk als Musik gegen soziale Manipulation, als Musik gegen den Lärm der Kriegstreiber und als Ausrufezeichen hinter dem Wort Frieden."
Im Vorkonzert: Klangradar 3000
Dass man auch in der Gruppe dem Spieltrieb frönen und improvisieren kann, beweist Balanyà mit seinem "Interaktiven Orchester". Zusammen mit Schülern der Stormanschule erkundet er die Möglichkeiten der "dirigierten" Kollektivimprovisation.
Die Ergebnisse des Workshops und eine Komposition der Schüler auf der Basis von Balanyàs "Un peu à gauche, s.v.p." werden im Vorkonzert präsentiert. Mit diesem Konzert setzen NDR das neue werk und das Instituto Cervantes Hamburg ihre Kooperation fort.