JACK Quartet spielt Lachenmann

Am zweiten Konzertabend des Lachenmann-Wochenendes spielte das JACK Quartet drei Streichquartette des Stuttgarter Komponisten. Als viertes Werk stand Lachenmanns "Got Lost" für Sopran und Klavier auf dem Programm.

So, 14.02.2016 | 18 Uhr
Hamburg, Kampnagel (Jarrestraße 20)

JACK Quartet
Yuko Kakuta
Sopran
Yukiko Sugawara
Klavier

HELMUT LACHENMANN

  • "Gran Torso" - Musik für Streichquartett
  • Streichquartett Nr. 2 "Reigen seliger Geister"
  • Streichquartett Nr. 3 "Grido"
  • "Got Lost" für Sopran und Klavier

Mit Werkeinführungen von Helmut Lachenmann im Konzert

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Neue Antworten

Was ein Streichquartett eigentlich ist und darstellen kann - darauf haben Lachenmanns drei Beiträge zur Gattung völlig neue Antworten gegeben. Befragt und bespielt werden hier nicht nur die Ränder und Kanten der Instrumente (mitunter weit jenseits der Saiten), sondern genauso die verschiedenartigsten Klangformen, die sich dann bieten. Funde macht freilich nur der, der zu entdecken weiß - Lachenmann hat sich sein ganzes Künstlerleben lang intensiv mit der Gattung der Streichinstrumente auseinandergesetzt.

Konzert-Tipp

Lachenmann zum 80. Geburtstag

13.02.2016 20:00 Uhr
NDR Elbphilharmonie Orchester

Helmut Lachenmann ist eine der prägenden Persönlichkeiten der musikalischen Avantgarde. Die Reihe NDR das neue werk widmete dem Stuttgarter zum Geburtstag einen Porträtabend. mehr

Vorurteilsfreies Hören gefragt

Nicht zuletzt erproben die Werke auch unsere hörenden Vorurteile und Vor-Einstellungen, die wir haben, wenn wir an "das Streichquartett" denken. Das Jack Quartet gibt Gelegenheit, das gesamte Streichquartettschaffen Lachenmanns zu erkunden: Von "Gran Torso" (1971) über "Reigen seliger Geister" (1989) bis zu "Grido" (2002). Den Abschluss des Konzertabends macht dann "Got Lost", ein 2008 uraufgeführtes surreal-virtuoses Spiel für Sopran und Klavier nach Texten von Pessoa und Nietzsche.