Ein Abend für Thomas Adès
Thomas Adès wurde 1971 in London geboren.
Das Budapester Keller Quartett und Pianist Louis Lortie widmen dem britischen Komponisten Thomas Adès den ersten dnw-Konzertabend der neuen Saison.
Sa, 12.10.2013 | 20 Uhr
Hamburg,Rolf-Liebermann-Studio
Keller Quartett
Louis Lortie Klavier
THOMAS ADÈS
"Arcadiana"
"Sonata da caccia"
"Darkness visible"
"Traced overhead"
Klavierquintett
HENRY PURCELL
aus den "Fantasias" für Streicher
FRANCIS COUPERIN
aus den "Pièces de Clavecin"
Thomas Adès – Right on the track
Der britische Komponist Thomas Adès hat keine Berührungsängste, sich in die Gesellschaft großer Kollegen zu begeben. Viele seiner Werke knüpfen direkt an die großen Denkmale der Musiktradition an.
Den melancholischen Hit "In Darknesse Let Mee Dwell" des Renaissance-Großmeisters John Dowland verarbeitete Adès in seinem Klavierstück "Darknesse visible"; in "Traced overhead" folgt er den Spuren der Pianogrößen des 19. Jahrhunderts: Chopin, Liszt und Schumann. Und mit der "Sonata da caccia" vollendete Adès eine veritable Hommage an den Cembalisten des Sonnenkönigs, Francois Couperin.
Das Porträtkonzert von NDR das neue werk präsentiert Thomas Adès' nun in Gesellschaft zweier seiner barocken Vorbilder.
Auf den Spuren Thomas Adès: das Keller Quartett und Louis Lortie
Das Budapester Keller Quartett (v.l.n.r.: András Keller, Violine, Zsófie Környei, Violine, Judit Szabó, Violoncello und Zoltán Gál, Viola)
Epochenübergreifende Programme sind die Spezialität des renommierten Budapester Keller Quartettes. Besondere Konzertereignisse waren ihre Verbindungen von Bachs "Kunst der Fuge" mit Werken György Kurtágs oder von Haydns Streichquartetten mit Musik von Jörg Widmann.
Für sein neues Adès-Projekt hat sich das Keller Quartett mit einem der wichtigsten Beethoven-, Chopin- und Liszt-Interpreten unserer Zeit zusammengetan: Louis Lortie. Wer den franko-kanadischen Pianisten bisher nur als überzeugten Romantiker kannte, wird Lortie nun mit Musik unserer Zeit und dazu sogar noch als Cembalisten erleben können.