Stockhausen elektronisch

Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts: Klangkünstler Karlheinz Stockhausen.

"wir machen elektronische MUSIK, wunderschöne elektronische musik!!!" Das schrieb Karlheinz Stockhausen schon 1954 anlässlich des Konzerts "Wege zur elektronischen Musik" ins Gästebuch der Reihe NDR das neue werk. Anlässlich des Internationalen Musikfests Hamburg hat das neue werk nun einen Konzertabend mit den elektronischen Werken des Komponisten aufs Programm gesetzt.

Im Rahmen des Internationalen Musikfest Hamburg
Sa, 12.05.2018 | 19.30 Uhr
So, 13.05.2018 | 19.30 Uhr
Hamburg, Elbphilharmonie, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Mit Einführungen in die Werke im Rahmen des Konzerts

Helen Bledsoe Flöte
Marcus Weiss Saxofon
Marco Blaauw Trompete
Kathinka Pasveer Klangregie

KARLHEINZ STOCKHAUSEN
Auszüge aus "KLANG - Die 24 Stunden des Tages":

  • Harmonien / 5. Stunde
  • Cosmic Pulses / 13. Stunde
  • Edentia / 20. Stunde (Auftragswerk des NDR 2007)
  • Paradies / 21. Stunde (Auftragswerk des NDR 2007)

Eine Kooperation von HamburgMusik gGmbH und NDR das neue werk

Vorverkaufsstart ab Dezember

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Sein Zyklus "KLANG. Die 24 Stunden des Tages" blieb Karlheinz Stockhausens letztes, unvollendetes Werk. In "KLANG" sollte jeder Stunde eine Komposition gewidmet werden. Die beiden letzten vollendeten Stücke des Zyklus, "EDENTIA" und "PARADIES" (Nr. 20 und 21), gab der NDR in Auftrag. Mit mehreren zentralen Stücken aus dem "KLANG"-Zyklus bringt NDR das neue werk nun erstmals Stockhausens elektronische Musik in die Elbphilharmonie.

Die Vision

Im Jahr 1953 hatte der Komponist sein künstlerisches Programm der "Welt am Sonntag" diktiert. Unter dem Titel "Treffpunkt Hamburg" zitierte ihn das Blatt mit den Worten: "Wir wollen eine Musik, die losgelöst ist vom momentanen individuellen Ausdrucksbedürfnis des Komponisten. Die Erforschung der elektronischen Klangmittel wird uns dabei in Zukunft helfen können. Diese Musik ist unmenschlich, wenn Sie wollen: ein Sternensystem." 56 Jahre später wurde in der Hamburger Laeiszhalle "PARADIES", Stockhausens letzte Komposition, uraufgeführt. So schloss sich ein großer Bogen.

Rotierende Planeten

"COSMIC PULSES" ist die purste Manifestation dieser wie "ein Sternensystem" gedachten Musik, die Stockhausen jemals wagte. Nacheinander setzen 24 Klangschichten ein. Jede dieser Schichten rotiert auf ihrer eigenen Bahn in dem Klangraum, den acht Lautsprecher um den Hörer herum aufspannen. Stockhausen verglich die Komposition mit der Aufgabe, "24 Planeten um eine Sonne mit individuellen Rotationen, Tempi und Flugbahnen zu synchronisieren". Für jedes der folgenden acht Stücke wählte Stockhausen dann drei der 24 elektronischen Schichten aus und komponierte eine live zu spielende Solo-Stimme hinzu: "EDENTIA" beruht auf den Schichten 6, 5 und 4 von "COSMIC PULSES" und "PARADIES" (21. Stunde aus "KLANG") auf den Schichten 1 bis 3.