Telemann-Festival: Jean Rondeau

Cembalist Jean Rondeau ist als Residenzkünstler des Hamburger Telemann-Festivals mit vier verschiedenen Konzertprogrammen zu erleben.

Sturmfrisur und Vollbart sind sein Markenzeichen: Jean Rondeau ist eine der extravagantesten Erscheinungen in der gegenwärtigen Musikszene. Der vielfach ausgezeichnete Cembalist ist Artist in Residence beim Hamburger Telemann-Festival. Zum Auftakt spielte Rondeau in einem Recital Werke von Telemann und Bach im Lichtwarksaal.

Telemann-Festival #3
Sa, 25.11.2017 | 17 Uhr
Hamburg, Lichtwarksaal (Neanderstr. 22)

Jean Rondeau Cembalo Solo

GEORG PHILIPP TELEMANN

  • Ouvertüre Nr. 1 g-Moll TWV 32:05
  • Ouvertüre Nr. 6 h-Moll TWV 32:10
  • Fantasie Nr. 1 D-Dur TWV 33:01
  • Konzert für Cembalo h-Moll TWV 33:A1
sowie Werke von
JOHANN SEBASTIAN BACH und
CARL PHILIPP EMANUEL BACH

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Frühe Leidenschaft

Mit sechs Jahren entdeckte Jean Rondeau das Cembalo für sich, mit zwölf wurde er Jungstudent am Pariser Conservatoire. Heute ist Rondeau ein bekannter und gefragter Cembalist sowie ein leidenschaftlicher Jazzer: Ein "kantables, reich artikuliertes und dynamisches Spiel mit einem fokussierten, resonanzreichen Klang, ein bewundernswerter Anschlag, der sich kontrastreich zwischen ausgewogener Eleganz und schwungvoller Vitalität bewegt", attestierte ihm die Jury, die Rondeau 2016 den Deutschlandfunk-Förderpreis verlieh.

Vielseitig: Von Barockmusik bis Jazz

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Das Cembalo hatte seine Blütezeit vom 15. bis 18. Jahrhundert. Anders als beim Klavier werden die Saiten nicht mit Hämmerchen angeschlagen, sondern gezupft.

Sein Ensemble Nevermind, das Rondeau gemeinsam mit drei Mitstudenten vom Conservatoire gründete, beschreibt sich als "Gruppe von vier Musikern, die eine Begeisterung für Alte Musik, Jazz und traditionelle Musik teilen". Sie seien "leidenschaftliche Verfechter der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts", heißt es auf der Website von Rondeaus Truppe.

Zugleich sagt der Barockmusiker, der auch neue Musik für sein Cembalo komponiert und Jazz-Improvisationen auf dem Klavier spielt: "Ich bin stolz, dass das Cembalo im Rock und Pop verwendet wird. Die Beatles und die Rolling Stones haben den Klang genutzt, ebenso Led Zeppelin und Queen. Ein Cembalo kann eine ganze Menge", sagt Rondeau. Aber Musik von Telemann und Bach kann es natürlich ganz besonders gut.

Weitere Konzerte mit Jean Rondeau

Telemann-Festival: Pariser Quartette

26.11.2017 20:00 Uhr
Bucerius Kunst Forum

Sie nennen sich "Nevermind" und sind Spezialisten für die französische Klassik. Beim Telemann-Festival spielten Jean Rondeau und seine Kollegen Telemann und Rameau im Bucerius Kunst Forum. mehr

Telemann-Festival: Urban String - Spheres

30.11.2017 21:00 Uhr und weitere Termine
Resonanzraum St. Pauli

Salonmusik im 21. Jahrhundert: In seinem dritten Konzertprogramm beim Telemann-Festival war Jean Rondeau zu Gast bei den Musikern des Ensemble Resonanz im Resonanzraum St. Pauli. mehr

mit Video

Telemann-Festival: "Baroque Meets Jazz"

03.12.2017 16:00 Uhr
Rolf-Liebermann-Studio

Pianist Jean Rondeau wurde 2015 mit dem Titel "Offenbarung des Jahres" geehrt. Im Rahmen des Hamburger Telemann-Festivals 2017 traf der vielseitige Franzose auch auf die NDR Bigband. mehr