Gli Incogniti: Arcangelo Corelli

Das Ensemble Gli Incogniti ist mittlerweile längst keine unbekannte Größe mehr.

Für Amandine Beyer ist Corellis Musik schlichtweg ein Grundnahrungsmittel. Gemeinsam mit ihrem Ensemble Gli Incogniti stellt sie im Januar unter Beweis, wie recht sie mit dieser Aussage hat.

Mi, 28.01.2015 | 20 Uhr
Hamburg, Laeiszhalle

Gli Incogniti
Amandine Beyer Violine und Leitung

ARCANGELO CORELLI
Concerti grossi op.6
Nr. 2 F-Dur, Nr. 3 c-Moll
Nr. 4 D-Dur, Nr. 7 D-Dur
Nr. 8 g-Moll, Nr. 10 C-Dur

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Göttlicher Erzengel

Mehr als dreißig Jahre lang musizierte Arcangelo Corelli, der "göttliche Erzengel", wie ihn schon die Zeitgenossen nannten, als gefeierter Violinvirtuose und Konzertmeister in den römischen Palästen der erlauchtesten Gönner und Förderer: der Kardinäle Pamphilj und Ottoboni oder der Schwedenkönigin Christina.

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Nachgefragt: Amandine Beyer

Corellis Musik bezeichnet sie schlicht als "Grundnahrungsmittel". Amandine Beyer war mit ihrem Ensemble "Gli Incogniti" zu Gast beim Alten Werk und hatte uns vorab ein paar Fragen beantwortet. mehr

Vorschau als Kostprobe

Amandine Beyer & Gli Incogniti haben Musik und Bilder von ihrer Japan-Tournee 2014 zusammengestellt. extern

Brot des Lebens

Seine italienische Heimat hat er nie verlassen, doch seine Werke, die bahnbrechenden Concerti grossi und Sonaten, erreichten eine Breitenwirkung, die damals keinem anderen vergönnt war. Vor allem in England flammte ein regelrechter "Corellian Cult" auf: "Man ist erstaunt zu sehen, wie überall Corelli auf den Geigen gekratzt wird – nichts scheint die Leute mehr zu erfreuen", vermerkte der britische Rechtsanwalt und Musikgelehrte Roger North um das Jahr 1710, noch zu Lebzeiten des Komponisten. Und gelangte zu der Überzeugung: "Corellis Concerti sind für die Musiker wie das Brot des Lebens."

Hochgelobte Interpretationen der "Unbekannten"

Auch der französischen Geigerin Amandine Beyer erschien es deshalb unausweichlich, früher oder später diesen Gipfel des barocken Repertoires zu erklimmen: "Kein Interpret, der sich auf die Alte Musik spezialisiert, kann ohne dieses Grundnahrungsmittel auskommen!"

Gemeinsam mit ihrem 2006 gegründeten Ensemble "Gli Incogniti" hat sie die zwölf Konzerte aus Corellis Opus 6 fulminant ein gespielt und dafür die besten Kritiken erhalten: Ihren Namen allerdings – zu Deutsch: "Die Unbekannten" – haben die Musikerinnen und Musiker mittlerweile längst Lügen gestraft.

Konzert im Radio

Das Konzert wird aufgezeichnet und am 13. Februar 2015 ab 20 Uhr auf NDR Kultur gesendet. Einen Livestream finden Sie rechtzeitig zur Sendung hier auf dieser Seite.