Frieden als Utopie im Konzert

Seit Anfang der 60er-Jahre hat sich die "Peace-Rune" als Friedenssymbol von Großbritannien aus um die ganze Welt verbreitet - ursprünglich ein Erkennungsmerkmal der Ostermarschbewegung.

Frieden ist eine Sehnsucht. Das Programm des dritten Abokonzerts des NDR Chors umkreiste sie in Zyklen von Gegensätzen. Das Konzert leitete Klaas Stok, der zu den interessantesten Dirigenten der Niederlande zählt.

So, 12.02.2017 | 18 Uhr
Hamburg, Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern (Harvestehuder Weg 118)

Einführungsveranstaltung um 17 Uhr im Gemeindesaal

Klaas Stok Dirigent
NDR Chor

DAVID LANG
"Again"
FRANK MARTIN
Messe
JAN PIETERSZOON SWEELINCK
"De profundis clamavi" (Psalm 130)
"Or soit loué l‘Eternel" (Psalm 150)
RUDOLF ESCHER
"Le vrai visage de la Paix"
MAX REGER
Nachtlied
GUSTAV MAHLER/CLYTUS GOTTWALD
"Ich bin der Welt abhanden gekommen"

Auszüge aus dem Konzert werden in NDR Kultur Reihe "Musica - Glocken und Chor" samstags zwischen 19 und 20 Uhr gesendet.

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Frieden als Utopie

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Klaas Stok studierte Orgel, Kirchenmusik, Improvisation, Cembalo und Chorleitung.

Zu Worten des Predigers Salomo gab David Lang der endlosen Folge von Ereignis und Wiederkehr im Leben der Welt melancholischen Ausdruck. Ihm antwortet die Klangkunst Frank Martins mit der Messe, die das abschließende Friedensbekenntnis sehr persönlich fasst.

In Sweelincks Werken gibt sich der Friedenswunsch durch die Dialektik zwischen dem Gebet aus der Tiefe des Leids und dem Lob dessen kund, der über alle Vernunft ist.

Rudolf Escher, Max Reger und Gustav Mahler holen verschiedene Seiten einer Utopie ein, die - obwohl nicht von dieser Welt - doch Zeichen und Spuren in ihr hinterlässt.

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