Klassik à la carte

Gespräche mit Menschen, die etwas zu sagen haben

Mittwoch, 19. April 2017, 13:00 bis 14:00 Uhr

Chris Kraus © Diogenes Verlag Fotograf: Maurice Haas

Chris Kraus im Gespräch

NDR Kultur - Klassik à la carte -

Aus einem Trauma macht der Regisseur Chris Kraus Kunst: In dem Roman „"Das kalte Blut"“ erzählt der Enkel eines SS-Offiziers Geschichte aus der Täterperspektive.

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Rund 15 Jahre hat Chris Kraus recherchiert, um Licht in das Dunkel eines lange gehüteten Familiengeheimnisses zu bringen. Erst nach dem Tod seines Großvaters erfuhr der Regisseur, dass dieser im zweiten Weltkrieg als SS-Soldat im Baltikum Juden und "Volksfeinde" ermordet hatte.

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Autor Chris Kraus wollte eigentlich nur ein Buch für seine Kinder schreiben - dann ist es ein Roman geworden.

Um zu begreifen, wie das geschehen konnte, erfand er schließlich eine Geschichte - einen opulenten Roman über zwei deutsch-baltische Brüder, die nach ihrer SS-Karriere für den BND arbeiten: "Ich habe das Buch über meinen Großvater angefangen mit dem Vorsatz, dass ich verstehen wollte, wie er war. Aber ich habe es nicht verstanden", sagt Kraus.

Deshalb drehte er auch noch einen Film, allerdings aus einer ganz anderen Perspektive. In der Komödie "Die Blumen von gestern" geht es um die Liebe zwischen einem Holocaustforscher und der Enkelin eines Opfers. Gleich achtmal ist sie für den Deutschen Filmpreis nominiert. Den bekam Chris Kraus zuletzt für das Drama "Vier Minuten".

Das Gespräch führte Katja Weise

Interview
mit Audio

Chris Kraus erforscht ein Familiengeheimnis

Aus einem Trauma macht der Regisseur Chris Kraus Kunst: In dem Roman "Das kalte Blut" erzählt der Enkel eines SS-Offiziers Geschichte aus der Täterperspektive. mehr