Tahiti - Perle der Südsee. So wird die Hauptinsel von Französisch-Polynesien gern bezeichnet. Die Linienmaschine aus Europa braucht für den Flug fast 20 Stunden.
Französisch-Polynesien erstreckt sich über ein Meeresgebiet, das so groß wie Europa ist. Die Fläche seiner insgesamt 118 Inseln entspricht dabei aber nur zu einem Zehntel der Größe der Schweiz. Viel Wasser also, das zwischen den vulkanischen Atollen liegt.
Durchschnittlich 26 Grad ist es auf Tahiti warm, die monatlichen Schwankungen fallen gering aus. Es regnet ungefähr doppelt so viel wie in Deutschland, allerdings meist nur kurz und heftig.
Nach der Landung werden Besucher von Musikgruppen fröhlich begrüßt.
Es ist schwül in der Südsee. 90 Prozent Luftfeuchtigkeit setzten jedem Neuankömmling zu.
Die meisten der Inseln von Französisch-Polynesien sind von einem Riff umrundet. Dank dieser natürlichen Barriere gibt es in den Lagunen ruhiges, flaches Wasser: ideale Lebensgrundlage für viele Meeresbewohner.
Die einzigartige Unterwasserwelt ist nicht nur für Taucher und Schnorchler ein Paradies.
Von den Rochen gibt es drei verschiedene Arten in Polynesien. Am verbreitetsten ist der graue Rochen. Er erreicht bis zu 1,5 Meter Spannweite, ist sehr zutraulich und lässt sich sogar streicheln.
Die Südsee lässt seit mehr als zwei Jahrunderten Maler, Musiker, Lebenskünstler und Abenteurer träumen. Paul Gauguin malte hier. Marlon Brando meuterte hier. Elvis spielte und sang hier und Jaques Brel wurde hier begraben.
Ein großes Problem ist die Arbeitslosigkeit. Vor allem für junge Tahitianer gibt es kaum Jobs. 43 Prozent der Bevölkerung Tahitis ist unter 20 Jahre alt.
Die Kirchen sind sonntags voll besetzt, vor allem mit Kindern und Frauen. "Wir praktizieren einen lebendigen Glauben", sagt der evangelische Pfarrer Maiteré Astetanou. "Die Gemeindemitglieder solllen den christlichen Glauben behalten und bewahren - für das Leben!"
Als erster Europäer erreicht am 18. Juni 1767 Kapitän Samuel Wallis Tahiti. Die Insel erscheint dem Briten wie ein Paradies: weiße Strände, rauschende Bäche und üppige Pflanzen, die eine idyllische Landschaft formen. Das findet man bis heute.