Rezensionen
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Boris Pilnjak, Sohn eines wolgadeutschen Tierarztes und einer Russin, debütierte nach der Oktoberrevolution als Schriftsteller. Seit Ende der 1920er-Jahre geriet Pilnjak, wie viele seiner Kollegen, in immer größere Konflikte mit Regierung und Partei, vor allem durch seine Kritik an Stalin. Von Maxim Gorki verteidigt, vermochte er zunächst auch schwierige Jahre zu überstehen. Nach Gorkis Tod wurde er verhaftet, zum "gefährlichen Volksfeind" erklärt und hingerichtet.
1957 erfolgte die Rehabilitation, doch erst 20 Jahre später wurden Pilnjaks Bücher wieder gedruckt. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Autoren der nachrevolutionären Epoche.
Am Sonnabend liest Wolfgang Engels Pilnjaks Erzählung "Die Kreuzbrüder".