Rezensionen
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Mit seinen Büchern über den deutsch-türkischen Schnüffler Kemal Kayankaya ist er berühmt geworden: der 2013 verstorbene Jakob Arjouni.
Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main als Sohn des Dramatikers Hans Günther Michelsen, wurde schlagartig bekannt, als er 1987 - da war er 23 Jahre alt - im Diogenes Verlag gleich mit zwei Kriminalromanen debütierte: "Happy birthday, Türke!", einige Jahre später von Doris Dörrie verfilmt, und "Mehr Bier". Für diese beiden Bücher schuf er die Figur des deutsch-türkischen Privatdetektivs Kemal Kayankaya, der im Laufe der Zeit zu einer Art Serienheld wurde.
Die Kritik begrüßte Arjouni - diesen Namen nahm der Autor von seiner aus Marokko stammenden früheren Ehefrau an - damals als neuen Star der Krimiliteratur in Deutschland. Erst im vergangenen Jahr veröffentlichte er unter dem Titel "Bruder Kemal" den fünften Teil mit dem schwarzhumorigen Kayankaya als Protagonist. Aber Arjouni hat auch andere Romane sowie Theaterstücke und Erzählungen geschrieben.
Am 17. Januar 2013 erlag Arjouni im Alter von 48 Jahren einem Krebsleiden. Aus dem 1998 erschienenen Kurzgeschichtenband "Ein Freund" liest Gerd Wameling am Sonnabend die Erzählung "Familie Rudolf tut wohl".