Grenzgänge

Grenznachbau im Museum "Grenzhus" in Schlagsdorf © NDR Online Fotograf: Mathias Heller Detailansicht des Bildes Vor 20 Jahren ist die Mauer gefallen. Viel ist davon heute nicht mehr zu sehen, nicht in Berlin und auch nicht auf der über 1.300 Kilometer langen Strecke zwischen Hof und Travemünde. Doch es gibt Mahnmale, Museen, Erinnerungsstätten, nur liegen sie meist abseits ausgetretener Pfade. Die "Reisezeit" auf NDR Kultur begibt sich am Sonntag, 27. September, ab 13.00 Uhr auf Spurensuche entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Sopron: Ein Picknick mit Folgen

Eigentlich waren Ungarn und die DDR einst sogenannte Bruderländer: ein System, eine Weltanschauung, ein Bündnis. Doch dann schnitten im Mai 1989 die damaligen Außenminister von Ungarn und Österreich den Grenzzaun in der Nähe von Sopron durch. Das war der Anfang vom Ende der europäischen Teilung.

Schaalsee: Sanfte Landschaft mit Geschichte

Wachturm der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Schlagsdorf © NDR Online Fotograf: Mathias Heller Detailansicht des Bildes Das Biosphärenreservat Schaalsee ist heute ein Naturparadies und Urlaubsgebiet. Vor dem Fall der Mauer verlief direkt durch den See die innerdeutsche Grenze, das Gebiet war Hochsicherheitsbereich. Ein Museum in Schlagsdorf erinnert an die Zeiten von Grenzzäunen, Betonbunkern und Hundelaufanlagen.

Rund um den Schaalsee

Kreisende Adler, krächzende Kraniche und eine unberührt erscheinende Natur: Die Schaalsee-Region ist eine der ursprünglichsten Naturlandschaften des Nordens.

Hitzacker: Stadt am Grenzfluss

Direkt am niedersächsischen Teil der Elbe liegt die mittelalterliche Stadt Hitzacker. Sie blickt auf eine über 750-jährige Geschichte zurück - vier Jahrzehnte davon haben sich besonders eingeprägt: die der deutsch-deutschen Teilung. Die Elbe wurde zum Grenzfluss, zum fließenden Schlupfloch für Flüchtende, zum Gewässer der Begegnung.

Zicherie/Böckwitz: Ein Dorf - zwei Geschichten

200 Kilometer westlich von Berlin die Dörfer Zicherie und Böckwitz. Eigentlich waren sie im Lauf der Jahrhunderte zusammengewachsen. Doch mit dem Mauerbau 1961 änderte sich das Leben für die Menschen schlagartig. Direkt entlang an Hausmauern, Gartenzäunen und Gärten verlief die Grenze. Eine Wunde für den Ort, Familien und Freundschaften, die Narben hinterlassen hat.

Harz: Wandern auf dem Grenzstreifen

Grenzstein im Museum "Grenzhus" in Schlagsdorf © NDR Online Fotograf: Mathias Heller Detailansicht des Bildes Schon in der Zeit der Romantik war der Harz ein beliebtes Wandergebiet. Dann trennte die innerdeutsche Grenze den Harz in zwei Teile. Seit drei Jahren gibt es den Harzer Grenzweg, erst in den neuesten Wanderkarten ist er verzeichnet. 75 Kilometer zwischen Walkenried im Süden und Ilsenburg am Nordrand, entlang des früheren Grenzstreifens.

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Fluggäste checken an einem Check-in-Schalter im Flughafen Bern-Belp ein. © Picture-Alliance/KEYSTONE Fotograf: Alessandro della Valle
 

Reisezeit

Die Sendung stellt bekannte und weniger bekannte Reiseziele rund um die Welt vor.mehr

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Buch-Tipp

Keine Ausfahrt - Zarrentin
Grenzlandgeschichten aus Westmecklenburg

Autorin: Simone Labs

Verlag: Dr. Wolfgang Weist/trafo
ISBN-13: 978-3896266095
Preis: UVP 12,79

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Trabis an der B208 bei Mustin © NDR Fotograf: Sigurd Müller
 

Grenzenlos im Norden - 20 Jahre Mauerfall

Zeitzeugen erinnern sich bei NDR.de an die Wendezeit 1989 im Norden.mehr