Programm

Lauter Lyrik

Gemälde von Goethe in der Campagna, verfremdet im Warhol-Stil. © picture-alliance / akg-images Fotograf: akg-images Detailansicht des Bildes "Wer Lyrik schreibt, ist verrückt." Darf man Peter Rühmkorf glauben? Wenn Dichter verrückt wären, wären sie doch die letzten, die es uns verraten könnten: Wer nicht bei Trost ist, bestimmen schließlich die Un-Verrückten, die stets am rechten Platz bleiben. Oder? Vielleicht sind wir in Wahrheit alle ein bisschen verrückt. Anders lässt sich kaum erklären, wie sehr wir die Dichter lieben.

Aber stimmt es denn, lieben wir Gedichte? Nein, wir hassen sie! So grummeln die Zwangsverpflichteten, die man mit Schillers "Glocke" getriezt hat. Auswendig, bis morgen! Das ging oft schief. Mancher erklärt tapfer, der Zwang habe nicht geschadet. Vielleicht hat er es doch: Nur wer Lyrik mit Lust lernt, ist frei, sie zu lieben: Herrlich, die "Glocke"! Aber irgendwas fehlt noch.

"Der neue Conrady"

In der Antike waren die klingenden Künste eng verwandt, Lyrik war das zur Lyra vorgetragene Lied. Müssen wir also zur Antike zurück, um zu wissen, wie schön Worte tönen können? Nicht ganz, fand der renommierte Germanist Karl Otto Conrady. 1977 erschien, von ihm herausgegeben, "Das große deutsche Gedichtbuch".

 

Info

Der Hör-Conrady ist eine Kooperation der ARD-Rundfunkanstalten mit Patmos audio. Knapp 1.100 Gedichte auf 21 CDs. NDR Kultur strahlt täglich ein Gedicht aus dieser Reihe aus.

"Eine Wundertüte deutscher Poesie" stand über der Rezension von Peter Rühmkorf. Der "Conrady" wurde die Anthologie deutscher Dichtung, mehrmals aufgelegt und modernisiert, zuletzt als "Der Neue Conrady" im Jahr 2000. Das Geheimnis der Sammlung? Conrady schreibt der Lyrik nicht vor, wie sie sein soll, sie kommt in aller Fülle zur Sprache. Und blätternd lernen wir, sie (neu) zu lieben.

Nur blätternd? Da fehlt was, wir wollen hören! Was lag also näher, als den Conrady zum Klingen zu bringen? Ein Mammutunternehmen, der "Hör-Conrady" - und zwar ein vollendetes: Seit März 2007 gibt es nun "Lauter Lyrik" als klingende Liebesschule für Wörternarren täglich auf NDR Kultur.

Diese Pferde suchen vergeblich nach grünem Futter. Foto: Walburga Dankert aus Rambin. © NDR Fotograf: Walburga Dankert aus Rambin
 

Die Gedichte im Februar

Mal verspielt, mal ernsthaft, mal verliebt und mal verzweifelt: Das Programm von NDR Kultur wird täglich mit einem Gedicht bereichert - alle Gedichte im Februar in der Übersicht. mehr

Fischerboote auf dem Nordmeer vor schneebedeckten Bergen der Lofoten-Insel Vestvågøya © Picture Alliance/ Patrick Pleul Fotograf: Patrick Pleul
 

Die Gedichte im Januar

Mal verspielt, mal ernsthaft, mal verliebt und mal verzweifelt: Das Programm von NDR Kultur wird täglich mit einem Gedicht bereichert - alle Gedichte im Januar in der Übersicht. mehr

Brennende Kerzen und Nüsse auf einem Tisch. © ddp Fotograf: Joerg Koch
 

Die Gedichte im Dezember

Mal verspielt, mal ernsthaft, mal verliebt und mal verzweifelt: Das Programm von NDR Kultur wird täglich mit einem Gedicht bereichert - alle Gedichte im Dezember in der Übersicht. mehr

Spaziergänger im Herbst © dpa Fotograf: Uwe Zucchi
 

Die Gedichte im November

Mal verspielt, mal ernsthaft, mal verliebt und mal verzweifelt: Das Programm von NDR Kultur wird täglich mit einem Gedicht bereichert - alle Gedichte im November in der Übersicht. mehr

Buntgefärbte Bäume in der Herbstsonne © Barrett & MacKay/OKAPIA
 

Die Gedichte im Oktober

Mal verspielt, mal ernsthaft, mal verliebt und mal verzweifelt: Das Programm von NDR Kultur wird täglich mit einem Gedicht bereichert - alle Gedichte im Oktober in der Übersicht. mehr

Weitere Informationen

Sendetermine

Täglich um 10.45 Uhr

Bilderstrecke
Wolf Biermann mit Tochter Marie im Rolf Liebermann Studio des NDR. © NDR Online Fotograf: Marco Maas
 

Lauter Lyrik - Augenblicke

Zahlreiche Schriftsteller, Autoren und Lyrik-Liebhaber kamen zur Matinee in das Rolf Liebermann Studio des NDR nach Hamburg. mehr