Klassik à la carte
In der Sendung kommen Menschen zu Wort, die etwas zu sagen haben. mehr
Der Opernsänger Bernd Weikl spricht in Klassik à la carte über Verdi und Wagner und blickt auch auf seine eigene Karriere zurück.
Das Doppel-Jubilarenjahr dominiert die Programme der Festspiele und Opernhäuser in 2013. Zum 200. Geburtstag von Giuseppi Verdi und Richard Wagner werden die Bayreuther Festspiele, die Salzburger Festspiele und eine Vielzahl an Opernhäusern, darunter auch die Hamburger Staatsoper, ihren Schwerpunkt auf Bühnenwerke der großen romantischen Opernkomponisten legen.
Bernd Weikl, ausgewiesener Wagner-Spezialist, ist nicht nur im Jubiläumsjahr ein gefragter Gesprächsgast. Der lyrische Bariton blickt auf eine beeindruckende Weltkarriere zurück. Jahrzehntelang sang der heute 70-Jährige in Bayreuth, an der Staatsoper in Wien und der "Met" in New York.

2013 jährt sich der 200. Geburtstag Verdis und Wagners. Bernd Weikl, über viele Jahre eine der großen Stimmen in Bayreuth, wirft einen Blick auf die Jubilare.
DownloadIn den letzten Jahren hat sich Weikl zunehmend auf Regiearbeiten und das Schreiben konzentriert. Die Publikationen von Weikl zeugen von einer großen Bandbreite. Neben seiner Autobiografie hat er satirische Werke verfasst, pädagogische Veröffentlichungen, kulturökonomische Einführungen und jüngst den Versuch einer historisch-gesellschaftlichen Einordnung Richard Wagners.
Die Vielseitigkeit des Sängers zeigt sich auch in seinem Ausbildungsweg. Gleichzeitig zum Volkswirtschaftsstudium besuchte Weikl das Konservatorium in Mainz und schloss ein Gesangsstudium an der Musikhochschule in Hannover an. Es folgte eine Gesangskarriere auf den großen Bühnen der Welt, und doch verfolgte er immer auch seine Interessen über den musikalischen Tellerrand hinaus. 1993 promovierte der Baritonsänger über "Die Übertragbarkeit des Marketing-Modells auf die Unternehmenspolitik freischaffender Künstler". Es gibt also viel zu bereden mit Bernd Weikl.