Klassik à la carte
Die Sendung, in der Leute sprechen, über die man spricht. mehr
Auf ihrer neuen CD möchte Olivia Trummer "die Poesie wieder mehr in den Vordergrund rücken".
"Olivia Trummer gehört die Zukunft", titelt das Jazzpodium, "Young, gifted & deutsch" schreibt wiederum das Magazin "jazzthing" und meint eine "junge Begabte": Die heute 26-jährige Trummer ist Sängerin und Pianistin in Personalunion und verkörpert eine individuelle Mixtur aus Eigenkompositionen, Jazz und Klassik. In der Quartettformation Klavier/Gesang, Schlagzeug, Kontrabass und Posaune hat sie eine besondere musikalische Farbe gefunden. Auch auf ihrer neuen CD "Poesiealbum" vertraut Trummer dieser Besetzung.
Es war der Flügel im heimischen Elternhaus, der Olivia Trummer schon als Kleinkind anzog. Der Klavierunterricht bei der Mutter mündete schließlich in einem Klavierstudium an der der Stuttgarter Musikhochschule sowie an der Manhatten School of Music in New City. Ihre klassische Ausbildung blitzt immer wieder hervor, wenn aus ihren Eigenarrangements plötzlich Mozart und Bach hervorscheinen. Dazu philosophiert, improvisiert und experimentiert sie zu ihren ungewöhnlichen Texten. "Die Kombination aus Ernst und Humor ist mir das Wichtigste", betont sie. "Beides möchte ich zu gleichen Teilen in jedem Lied vertreten wissen."
Mit ihrer vierten CD "Poesiealbum" strebt sie ein höheres Ziel an als das der bloßen Unterhaltung: "Mit meinem Album möchte ich die Poesie wieder mehr in den Vordergrund rücken und zeigen, dass sie uns wieder zu uns als Menschen zurückführt, zu unseren Wurzeln, Wünschen und Sehnsüchten." Dazu nimmt sie sich Zeit in ihren Songs, die alle zwischen fünf und neun Minuten dauern.
Zeit nimmt sich auch Claus Röck in Klassik à la carte, um ausführlich mit Trummer über ihre Musik, Poesie und ihre neue CD zu sprechen.