Klassik à la carte
In der Sendung kommen Menschen zu Wort, die etwas zu sagen haben. mehr
Hubertus Gaßner ist seit 2006 Direktor der Hamburger Kunsthalle.
"Seit Jahren gehört die Hamburger Kunsthalle zu den bestbesuchten deutschen Kunstmuseen", sagte Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle, jüngst dem "Hamburger Abendblatt". Mit über 370.000 Besuchern feierte das Traditions-Haus 2012 einen Besucherrekord. Über die gerade eröffnete Alberto Giacometti-Ausstellung freut sich Gaßner ganz besonders: "Wir zeigen den horizontalen Giacometti, Figuren, die sich auf einem Platz bewegen, Spielbretter, die er in seiner surrealistischen Phase konzipiert hat."
Ungeachtet dessen müssen Gaßner und sein Geschäftsführer Stefan Brandt mit der nicht einfacher werdenden Aufgabe umgehen, ein ausgeglichenes Budget zu erzielen. Mit neuen, erweiterten Angeboten, auch musikalischer Art, wollen sie noch mehr Zuschauer ansprechen.

Die 1869 eröffnete Hamburger Kunsthalle konnte im vergangenen Jahr einen Besucherrekord verzeichnen. Hubertus Gaßner und Stefan Brandt berichten über neue Pläne.
DownloadSeit 2006 ist Gaßner Direktor der Hamburger Kunsthalle und zusätzlich Ehrenprofessor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Bevor er nach Hamburg kam, war Gaßner Hauptkurator im Haus der Kunst in München (1993 bis 2002) und Direktor des Folkwang Museums in Essen (2002 bis 2005). Der gebürtige Weimarer Stefan Brandt ist seit vergangenem Herbst Geschäftsführer der Kunsthalle Hamburg.
Als das DDR-Regime aus ihren Angeln gehoben wurde, ging Brandt noch aufs Gymnasium: "Das war eine befreiende Zeit!" Später promovierte er im Fach Musikwissenschaft. Seit vielen Jahren kümmert er sich darum, Kulturkompetenz und wirtschaftliche Kompetenz sinnvoll miteinander zu verbinden. Was die Hamburger Kunsthalle zu einem Museum "von europäischem Rang" macht und welche Projekte Brandt und Gaßner gemeinsam realisieren wollen - darüber sprechen beide in Klassik à la carte.