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Zwei Musiker im Senegal spielen Kora (links) und Djembe (rechts) im Gegenlicht vor untergehender Sonne. © picture-alliance / dpa
 

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Foyerkonzert mit Matthias Kirschnereit

von Helene Buchholz

Matthias Kirschnereit (links) steht mit Musiker seines Ensembles auf der Bühne © NDR Kultur Fotograf: Anna Bohaumilitzky Detailansicht des Bildes Matthias Kirschnereit (links) und das "Verdi-Quartett" haben ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mit dem Streichquartett op. 18 von Ludwig van Beethoven hat das "Verdi-Quartett" am Mittwochabend das NDR Kultur Foyerkonzert eröffnet. Die erste Geige gibt die Einsatzzeichen an Cello, Bratsche und die 2. Geige mit einem leichten Kopfnicken. Aber Hierarchien gibt es bei dem 30 Jahre alten Streichquartett nicht. "Wir waren einmal bei einem zweitägigen Seminar von Managern eingeladen", erzählt Susanne Rabenschlag vom "Verdi-Quartett". "Eigentlich sollten wir als Beispiel für die These herhalten, dass es keine Demokratie in so einem Team geben kann." Aber am Ende hätten sie die Manager überzeugt, dass Team-Arbeit doch möglich ist.

Mal mit geschlossenen, mal mit offenen Augen

Bei dem Gesprächskonzert gaben die Musiker Einblicke in ihre Arbeit und ihre persönliche Beziehung zu den Werken. Die Bratschistin Karin Wolf hat beim Streichquartett Nr. 7 von Dimitri Schostakowitsch besonders ambivalente Emotionen gefunden. "Für mich als Musikerin ist die Frage wichtig, wie ich Brüche in dem Werk darstellen kann", sagt Wolf.

Schostakowitsch hat das Stück geschrieben, als er den Tod seiner ersten Frau verarbeitet hat. Sie starb 1954 an Krebs. Der Cellist Zoltan Paulig spielt es mal mit geschlossenen, mal mit weit aufgerissenen Augen. Das Publikum ist an diesem Abend so nah an den Musikern, dass die ersten Reihen das Minenspiel der Interpreten genau verfolgen können.

"Die nobelste Form des Musizierens"

Matthias Kirschnereit (Mitte) im Gespräch nach seinem Foyerkonzert © NDR Kultur Fotograf: Anna Bohaumilitzky Detailansicht des Bildes Matthias Kirschnereit nahm sich nach dem Foyerkonzert Zeit für Gespräche. Normalerweise sind Pianisten Solo-Künstler, aber dieses Mal hat Matthias Kirschnereit zum Abschluss des Konzerts aus dem Quartett ein Quintett gemacht. "Ich finde, dass die Mischung mit einem Streichquartett in diesem Fall eine sehr inspirierende Sache ist", sagte Kirschnereit. "Manchmal führt das Klavier, manchmal die erste Violine, manchmal die Bratsche, manchmal das Cello. Es ist ein Geben und Nehmen." Es sei die nobelste Form des Musizierens, so Kirschnereit.

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Moderation
Ludwig Hartmann © NDR Fotograf: Christian Spielmann
 

Ludwig Hartmann

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NDR Kultur Moderator Ludwig Hartmann interviewt bei einem Foyerkonzert das "Verdi-Quartett" © NDR Kultur Fotograf: Anna Bohaumilitzky
 

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