- Teil 1/4: Sonntag, 8. Mai 2011, 18.00 bis 19.00 Uhr
- Teil 2/4: Sonntag, 15. Mai 2011, 18.00 bis 19.00 Uhr
- Teil 3/4: Sonntag, 22. Mai 2011, 18.00 bis 19.00 Uhr
- Teil 4/4: Sonntag, 29. Mai 2011, 18.00 bis 19.00 Uhr
Rudolf Serkin
Der am 28. März 1903 im böhmischen Eger geborene Rudolf Serkin galt als einer der letzten Klaviertitanen; man nennt ihn heute in einer Reihe mit Arthur Rubinstein, Claudio Arrau oder Vladimir Horowitz. Obwohl Serkin zeitlebens ein gefragter Solist war, stellte die Kammermusik einen wesentlichen Teil seiner Musiker-Karriere dar.
Serkin war das fünfte von acht Kindern des russischen Sängers Mardko Serkin. Obwohl die Familie finanziell nicht gut gestellt war, konnte Rudolf Serkin - dank einer Mäzenin - eine musikalische Ausbildung ermöglicht werden. Schon mit zwölf Jahren debütierte er mit Mendelssohns g-Moll-Klavierkonzert in Wien, mit 15 war er bereits Kompositions-Schüler bei Arnold Schönberg. Ab 1920 feierte Serkin dann erste Erfolge als Klavier-Solist in Berlin. Mit 17 lernte er auch den Geiger Adolf Busch kennen, mit dem er bis zu dessen Tod ein kongeniales Kammermusik-Duo bildete.
1933 musste Serkin als Jude emigrieren. Er lebte in den USA, wo er ab 1939 am Curtis Institute of Philadelphia unterrichtete. Von 1968 bis 1977 war er auch Leiter dieses Instituts.
Bis zu seinem Tod hat er weltweit, auch wieder in Deutschland, viele Konzerte gegeben, sowohl als Solist und als Kammermusiker. Bis heute existiert das von ihm mit Adolf Busch gegründete Kammermusikfestival in Marlboro/Vermont.
Serkin starb am 8. Mai 1991 in Guildford/VT in den USA.