Das Gespräch
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Jörg Mannes' neues Stück "Inferno - eine Italo-Revue" feiert am 11. Mai in Hannover Premiere.
Sein neues Stück sei "nicht typisch" für ihn, sagt Hannovers Ballettdirektor Jörg Mannes. In "Inferno - eine Italo-Revue" setzt sich Mannes mit der Machtgier, der Maßlosigkeit und den Affären von Rodrigo Borgia auseinander, dem Mann, der 1492 als Papst Alexander VI. den Heiligen Stuhl erklomm. Politik als Revue, Religion als Show! Auch im heutigen Italien? Parallelen zu uns bekannten italienischen Machthabern seien "rein zufällig", schmunzelt Mannes.

Der Choreograph und Ballettdirektor der Staatsoper Hannover, befragt von Andrea Schwyzer.
DownloadSeit Beginn der Saison 2006/2007 leitet Jörg Mannes das Staatsballett Hannover - mit großem Erfolg. Ob "Madame Bovary", "Alice im Wunderland" oder "Verklärte Nacht", die Vorstellungen sind sehr gut besucht und versprechen Tanz auf höchstem Niveau. Die Produktion "Gefährliche Liebschaften", uraufgeführt im März 2010 an der Staatsoper Hannover, brachte Mannes eine Nominierung für den Theaterpreis "DER FAUST" ein.
Tanz soll Gefühle transportieren, bringt Mannes im Gespräch auf NDR Kultur sein Credo als Choreograf auf den Punkt. Außerdem spricht er über den Stellenwert der Tanzsparte, über angehende Intendanten, die noch nie eine Ballett-Produktion gesehen haben und über die doppelt gezählten Ehejahre, die ihn mit seiner Frau verbinden.