Am Morgen vorgelesen
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Eva Menasse hat auf der Leipziger Buchmesse im März 2013 ihren neuen Roman "Quasikristalle" vorgestellt.
Die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse sprengt die Konvention des Romans, der seit seiner Entstehung im 18. Jahrhundert vorgibt, ein ganzes Leben darstellen zu können.
Der Roman setzt sich, wie ein Kristall mit vermeintlich ungeordneter Struktur, aus einzelnen Geschichten zusammen, die als verbindendes Element die Figur der Roxane Molin haben, einer Österreicherin, die als erwachsene Frau mit ihrer Familie in Berlin lebt. Diese Daten teilt die 1970 in Wien geborene Autorin mit ihrer Romanfigur.
Im Verlauf der insgesamt dreizehn Kapitel begegnet Xane dem Leser als vierzehnjähriges Mädchen, als Erwachsene und zuletzt als Großmutter.
Muriel Baumeister ist eine der Sprecherinnen, die Passagen aus "Quasikristalle" liest.
Die Autorin nähert sich der Biografie von Roxane Molin durch die Augen verschiedener Zeitgenossen, die ihr im Lauf des Lebens über den Weg laufen. Jeder Blick ist durch eigene Interessen verengt. Dennoch ergibt sich das zusammenhängende Bild einer Persönlichkeit.
Die vielen Perspektiven werden in der Lesung durch wechselnde Stimmen unterstrichen. Es lesen Muriel Baumeister, Peter Matic, Lena Stolze und andere.